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Die Neuigkeiten im Überblick:

Eloge an Dr. Schwenkert

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 19. April 2017

Aktuelle Ernennungen, Ehrungen und Nachfolgen

Laudatio Professor Holstege

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 20. April 2016

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 15. April 2015

EBOLA-Ausbruch in Westafrika - Infektionsschutzmaßnahmen - Erweiterung der Rufbereitschaft

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 09. April 2014

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 17. April 2013

Bezirksversammlung des Ärztlichen Bezirksverbands Niederbayern vom 20. März 2013

Förderprogramme des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 18. April 2012

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 13. April 2011

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 14. April 2010

Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 22. April 2009

Aktuelle Situation der Medizin in Deutschland

Verabschiedung von Dr. W. Bomfleur (Straubing) Dr. M. Fick (Landshut) im Ärztehaus Niederbayern

Jetzt an die jährliche Grippeschutzimpfung denken

Dr. med R. Niebel - Thema "Suchtpatienten"

Sehenswerte Ausstellung - "IN MEMORIAM"

MGV ÄKV Landshut am 18.04.2007 - Schlussbemerkungen

Medizinische Geräte für Krankenhaus in Nigeria gesucht

Ärzteprotest am 19.05.2006

Begrüßung zur musikalischen Soiree des ÄKV Landshut

Staatliche Berufschule II Landshut: Sprechtag für Ausbilder und Eltern

Literarische Matinee

In Zusammenarbeit mit der VHS Landshut: Laienfortbildung: "Schulmedizin im Gespräch"

Landshuter Zeitung: Visite mit Brenneisen und Uringlas

Doctores, Apotheker und Feldscherer - Heilkunst und Heilwissen um 1475

Dr. med. Eduard Wirths und seine Tätigkeit als SS-Standortarzt im KL Auschwitz

Mitgliederversammlung Ärztlicher Kreisverband Landshut

Jazzbrunch am 27.02.2005 im Axthaler Keller

Bericht und Ergebnisse der Fortbildungs-Koordinationssitzung des Ärztlichen Kreisverbandes Landshut vom 13.01.05


Eloge an Dr. Schwenkert

Dr. med. Ernst Schwenkert - 90. Geburtstag am 19.04.2017

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Kollege Dr. Schwenkert war 40 Jahre als Orthopäde in Landshut niedergelassen. Er war Arzt aus Leib und Seele, in seinem Fach immer bestens informiert, durch seine ruhige, joviale Art bei seinen Patienten sehr beliebt und bei den Kollegen hoch angesehen, obwohl er als Vorsitzender des Kreisverbandes manchmal zwischen zwei Stühlen sitzen musste.

Als ich das Amt des Kreisvorsitzenden von meiner Vorgängerin Dr. Maria Fick übernahm, gab er mir einige gute Ratschläge zur Amtsführung. Der Wichtigste war: Man solle das Amt möglichst unauffällig führen, nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen und sich nicht um jeden Preis profilieren wollen. Man brauche dazu einen klaren Kopf, den ein Internist ja meistens hat, einen breiten Buckel, den er als Orthopäde ja gehabt habe, Geduld, Ausdauer und Verständnis wie ein Kinderarzt, oft diplomatisches Geschick und - ganz wichtig - eine Portion Humor, wobei auch Ironie und Satire und sogar etwas Zynismus nicht fehlen dürfen. Ich habe versucht mich 14 Jahre daran zu halten.

19.04.2017 - Dr. med. Werner Resch


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 19. April 2017

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (1.3MB) hier herunterladen.

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Juli 2016 - aktuelle Ernennungen, Ehrungen und Nachfolgen

Der ÄKV Landshut gratuliert Herrn Professor Dr. med. Stefan Holmer zu seiner Ernennung als Ärztlicher Direktor des Klinikum Landshut.

Der ÄKV gratuliert Herrn Dr. med. Theo Grünewald, Landshut zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande für seine Verdienste um die Erforschung von Klein- und Kleinstschmetterlingen. Er gilt auf diesem Gebiet der Insektenforschung als international ausgewiesener Experte.

Der ÄKV Landshut begrüßt zum 1.Juli 2016 den Nachfolger von Herrn Professor Dr.med. Axel Holstege als Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Landshut Herrn Professor Dr.med. Matthias Dollinger, der vom Universitätsklinikum Ulm nach Landshut gekommen ist. Er gilt in Fachkreisen als Experte für Lebererkrankungen. Wir wünschen ihm einen guten Start ins Landshuter Klinikleben, viel Erfolg bei seiner Tätigkeit am Klinikum verbunden mit dem Wunsch auf eine gute Zusammenarbeit mit allen ärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen der Stadt und des Landkreises Landshut.


Laudatio Professor Holstege

Die Rede können Sie als PDF-Datei (42kB) hier herunterladen.


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 20. April 2016

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (1.2MB) hier herunterladen.

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Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 15. April 2015

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (1.3MB) hier herunterladen.


EBOLA-Ausbruch in Westafrika - Infektionsschutzmaßnahmen - Erweiterung der Rufbereitschaft des ÖGD in Niederbayern

Die Rufbereitschaft des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ist ab sofort bis auf weiteres auch werktags von 16.00 bis 8.00 Uhr unter der zentralen Rufnummer der Regierung von Niederbayern erreichbar - 0871/808-1699


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 17. April 2013

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (0.5MB) hier herunterladen.


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 09. April 2014

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (0.5MB) hier herunterladen.


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 17. April 2013

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (0.5MB) hier herunterladen.


Bezirksversammlung des Ärztlichen Bezirksverbands Niederbayern vom 20. März 2013

Das Ergebnis der Wahl der Vorsitzenden des Ärztlichen Bezirksverbands Niederbayern sowie deren Vorstellung können Sie als PDF-Datei (0.3MB) hier herunterladen.


Förderprogramme des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Förderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung vor allem im ländlichen Raum beschlossen.

Ziel des Förderprogramms ist es, Anreize zu schaffen, die den Beruf des Mediziners auf dem Land für Nachwuchsmediziner attraktiv zu halten.

Das Förderprogramm konzentriert sich auf folgende drei Bereiche:

  1. Förderung innovativer medizinischer Versorgungskonzepte
  2. Förderung der Niederlassung von Hausärzten im ländlichen Raum
  3. Stipendium für Medizinstudierende

Weitere Informationen, die Förderrichtlinien sowie die jeweiligen Antragsformulare finden Sie auf der Webseite des Bayerisches Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 18. April 2012

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (2.4MB) hier herunterladen.


Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 13. April 2011

Die Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei (80KB) hier herunterladen.



Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 14. April 2010

Zusammenfassender Bericht der Mitgliederversammlung des ÄKV Landshut vom 14.04.2010


Tagesordnung


Begrüßung / Regularien

Totenehrung

Bericht des 1.Vorsitzenden

Kassenbericht/Rechnungsabschluss zum 31.03.2010

Bericht der Kassenprüfer

Entlastung der Vorstandschaft

Vorstellung Haushaltsplan 2010/2011

Verschiedenes: Anträge, Vorschläge, Fragen der MGV, Mitteilungen an die MGV

Schlussbemerkungen


Begrüßung / Regularien


Ernennung des Protokollführers : Herr Dr. med. Peter Zolinski

Fristgerechte Einladung nach Paragraph 8/1 der Satzung des ÄKV Landshut

Beschlussfähigkeit der Versammlung nach Paragraph 8/1 Satzung ÄKV Landshut

Eintragung in die Anwesenheitsliste (80 Mitglieder sind anwesend)


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Totengedächtnis


Verstorbene Mitglieder 2009 - 2010

Herr Klemens Seethaler, geb. 24.02.1934, 75 Jahre, Facharzt für Allgemeinmedizin

niedergelassen in Landshut von 1981 bis 01.04.1993, verst. am27.02.2009

Herr Dr. med. Franz Ziegler, geb. 27.05.1921, 88 Jahre, Facharzt für Allgemeinmedizin niedergelassen in Pfeffenhausen, von 01.04.1954 bis 01.04.1992, verst. am 13.09.2009

Frau Dr.med.Helga Ehrnsperger, geb. 19.01.1948, 61 Jahre, Fachärztin für Anästhesie

OÄ am Klinikum Landshut seit 01.04.1979 an der Anästhesie-Abtl., verst. am 30.11.2009

Herr Dr.med.Wilhelm Kretschmer, geb. 07.11.1914, 95 Jahre, Allgemeinarzt

niedergelassen vom 01.04.1954 bis 01.07.1980, verst. am 15.01.2010

Herr Franz Hofmann, geb. 18.01.1948, 61 Jahre, tätig am Kreiskrankenhaus Landau

seit 30.09.2000 durch schwerste Erkrankung arbeitsunfähig, verst. am 10.01.2010

Frau Dr.med.Linda Brettschneider, geb. 12.04.1924, 85 Jahre, als Impf- und Schulärztin tätig vom 18.07.1950 bis 01.01.1999, verst. am 12.02.2010

Herr Dr.med.Randolf Riedl, geb. 16.09.1921, 88 Jahre, niedergelassen in Landshut

als Allgemeinarzt vom 01.07.1949 bis 01.10.1985, verst. am 09.03.2010

Herr Dr.med.Werner-Joachim Schubach, geb.28.02.1946, 64 Jahre, Facharzt für Laboratoriumsmedizin seit 1978, arbeitete viele Jahre für die "Laborgemeinschaft Landshuter Ärzte", verst. am 11.03.2010


Bericht des 1.Vorsitzenden


Entwicklung der Mitgliederzahlen (Stand 31.03.10)

2004:869 Mitglieder - 2003:878 Mitglieder- 2005:920 Mitglieder

2006:934 Mitglieder - 2007:956 Mitglieder- 2008:980 Mitglieder

2009: 1015 Mitglieder - 2010:1081 Mitglieder


Fortbildungen (seit der MGV 22.04.2009)

2009: 8 monatliche Fortbildungen

2010: bisher 3 monatliche Fortbildungen, 8 weitere geplant


Fortbildungsveranstaltungen des ÄKV LA 2009/2010

Datum

Thema

Referent

TN

22.04.09

Künstliche Ernährung im Alter

Dr. med. Klaus Timmer

112

20.05.09 

Der psychiatrische Notfall

PD Dr. med. Hermann Spießl

58

17.06.09 

Moderne Leber-ME-Chirurgie

PD Dr. med. Florian Löhe

50

15.07.09

Thrombozytenaggregation

PD Dr. med. Michael Spannagel

59

23.09.09

Schwangerschaft

Prof. Dr. med. Thorsten Fischer

63

21.10.09

Osteoporose

Dr. med. Helmut Radspieler

63

11.11.09

 Bauchschmerzen bei Kindern

Dr. med. Englhardt

82

09.12.09

Multimodale Schmerztherapie

Dr. med. Bernhard Arnold

70

20.01.10

CED-Standard / Entwicklungen

Prof. Dr. med.Jürgen Schölmerich

74

10.02.10

Management der "Neuen Grippe"

Prof. Dr. med. Thomas Löscher

48

10.03.10

Nierenkrankheiten

Prof. Dr. med. W. Samtleben

75


Fortbildungsveranstaltungen des ÄKV LA 2004-2010

  • Gesamtteilnehmer Teilnehmerschnitt

  • 2004/2005: 1081 / 98

  • 2005/2006: 948 / 86

  • 2006/2007: 1035 / 94

  • 2007/2008: 777 / 71

  • 2008/2009: 944 / 85

  • 2009/2010: 754 / 69


Wir danken unserem bewährten Fortbildungsbeauftragten Herrn Prof. Dr. med. A. Holstege für die bisher geleistete und noch zu erledigende Arbeit.


Diskussionen: 1) Warum Rückgang der TNZ bei den monatlichen Fortbildungen ?

2) Mehrkosten der Saalmiete (10%) Problemlösungen: ad 1) Besuch der Fortbildungen erhöhen z.B. mehr Fortbildungspunkte-Evaluation, Besuch der Klinikärzte forcieren, Themenauswahl ändern, ad 2) anderer Veranstaltungsort (Raum ausreichend für max. 100 Personen, Technik etc.), weniger Veranstaltungen (max. 10/Jahr), kein Catering, aber: Zusage der Stadt Landshut: der alte Preis wird belassen


Laienfortbildung 2009/2010 Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der AOK Landshut

Datum

Thema

Referent

TNZ

23.04.09

Die Haut - größtes Organ des Menschen

Frau Dr. S. Michel

51

06.05.09

Arthrose des Hüftgelenks - Keine Angst vor Gelenksersatz - Vortrag in Vilsbiburg

Dr. med. Th. Lorenz

>150

07.10.09

2. Termin in VIB - selbes Thema

Dr. med. Th. Lorenz

130

08.10.09

Schmerzhafte Beine - a.-v. Ursachen

Dr. med. G. Schober

110

12.11.09

Demenz - Alzheimer oder nur Vergesslichkeit

Dr. med. E. Neulinger-Wittmann

115

24.02.10

Mammographie-Screening

Frau Dr. med. U. Aichinger

Dr. med. P. Lössl

22

25.03.10

Angst und Panikattacken

Frau Dr. med. M. Pfeffer Staudinger

125


Laienfortbildung geplant 2010

Datum

Thema

Referent

22.04.10

Darmkrebs kann jeden treffen- Früherkennungs US wahrnehmen

Vortrag in Vilsbiburg

PD Dr. med. Ch. Pehl Krankenhaus Vilsbiburg

13.05.10

Grauer und grüner Star -

ein Star den niemand mag

Praxis Dres. Kölbl und Kollegen LA

30.09.10

Volkskrankheit Rückenschmerzen -

das Kreuz mit dem Kreuz

Chr. Zieglmeier Orthopädie Mühleninsel

28.10.10

Migräne und Kopfschmerzen -

Hilfe zur Selbsthilfe

Frau Dr. med. B. Wittmann

11.11.10

Diabetes - Gefahr für die Gefäße -

erkennen, behandeln, gut leben

Frau Dr. med. R. Spranger


Tätigkeiten

  • 2 Vorstandssitzungen des ÄKV Landshut

17.11.2009 und 16.03.2010 (Dank dem Protokollschreiber, Herrn Dr. P. Zolinski)

  • 3 Vorstandssitzungen des ÄBV Niederbayern

29.07.2009 - 25.11.2009 und 24.03.2010

  • Bezirks-Mitglieder-Versammlung des ÄBV Niederbayern in SR am 24.03.2010

  • Delegierter zum 67. Bayerischen Ärztetag vom 09.10. bis 11.10.09 in Ingolstadt und demnächst zum 68. Bayerischen Ärztetag in Regenburg am 24.04.2010

Hauptthema: Novellierung der Musterberufsordnung

  • Sprechstunde nach Bedarf Mittwochs 16.30-17.00 Uhr (gering frequentiert)

  • Quartalsbriefe (4 x /Jahr)

  • Softwarepflege der ÄKV Homepage und Führung der Kasse des ÄKV Landshut

  • Neuerdings enorme Anhäufung von Schlichtungsaufträgen(Mediation!)


Sonderveranstaltung LAHO 2009

am 01.07.2009 mit über 200 Gästen im Festzelt Ossner auf der Festwiese Vortrag über "Brille, Säge,Theriak - Medizin um 1475" Referent Dr. Franz Niehoff -Leiter der Städt. Museen in Landshut anschließend "Atzung"


Bericht vom ÄBV NdB

Mitgliederzahl: 5216 (2009:5089)

Vermögen: xxxxxx Euro (2009 : xxxxx Euro - Gewinn xxxxx Euro)

Wichtigste Nachricht: Bezirksumlage unverändert bei 28.50 Euro (seit 5 Jahren)

2009 - 2010 Berufsrechtliche Verfahren -Tendenz steigend - meist keine Maßnahmen, da kein berufsrechtlicher Überhang vorliegt

Neue Internetpräsenz: www.aebv-ndb.de Termine und Fortbildungen in Niederbayern / Seite für Med. Fachangestellte / E-Mail Adressen / Links


Anschaffungen

2009: keine Anschaffungen 2010: keine größeren geplant

Sonderveranstaltungen: bisher keine Planung - Podiumsdiskussion: Jugend-Gewalt-Alkohol


Sekretärin und Ansprechpartnerin

Seit Januar 2009 haben wir Frau Sabine Gnewikow, die sich bestens eingearbeitet hat und mit der wir sehr zufrieden sein können

Seitdem auch neue Öffnungszeiten der Geschäftsstelle: Mo 09.30 - 11.30 und 14.00 -16.00 Mi 09.30 - 11.30 und 14.00 - 17.00 Uhr


Kontakte:

Homepage des ÄKV: www.aekv-landshut.de

E-Mail - Kontakt: Yaekv-landshut@t-online.de

E-Mail - Anmeldungen von Fortbildungen: Ytermine@aekv-landshut.de


Kassenbericht und Rechnungsabschluss 2009/2010

Kontenstand am 31.03.2010 Sparkasse Landshut

Nicht öffentlich zugänglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Kreisverband



Bericht der Kassenprüfer

Frau Dr. med. Gerda Wiedemann und Herr Dr. med. Jürgen Dressler

"Kassenführung ohne Mängel geprüft und für in Ordnung befunden"


Entlastung der Vorstandschaft

Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft aus der Mitte der Versammlung

(Herr PD Dr. med. Ch. Pehl)

Abstimmung über Entlastung der Vorstandschaft:

Einstimmig: JA, keine Enthaltungen


Haushaltsplan 2010/2011

Voranschlag 2010/2011Einnahmen, Ausgaben, Überschuss, Endvermögen zum 31.03.2011

Nicht öffentlich zugänglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Kreisverband Diskussion des Haushaltsplans 2010/2011, Antrag auf Genehmigung, Abstimmung: Einstimmig JA, keine Enthaltungen


Verschiedenes, Mitteilungen

Nächste ÄKV Fortbildung: 19.05.2010, 19:30 Uhr, Thema: "Die degenerative Halswirbelsäule" Referent:PD Dr. med. D.H. Woischneck, CA Chirg.Klinik III Klinikum LA,Bernlochner Stadtsäle LA


7. Niederbayerischer Gastroenterologentag, "Aktuelles aus Gastroenterologie und Hepatologie" Samstag 24.April 2010 9:00 - 13.30 Uhr, Bernlochner Stadtsäle Landshut


Neuer Berufschulbeauftragter des ÄKV: Dr. med. Uwe Schubart, Allgemeinarzt in Vilsheim

Tätigkeit: Berufschulbeiratssitzung,Vertretung der Interessen der ausbildenden Ärzte

an der Berufsschule Landshut II - Vielen Dank für die Übernahme des Amtes.


Anzeigepflicht nach Paragraph 67 Abs. 2 AMG bei der Herstellung von Arzneimitteln durch Ärzte

Hinweise dazu: Bayerisches Ärzteblatt Nr.3/2010 Seite 71

Merkblatt Regierung von NdB auf deren HP www.regierung.niederbayern.bayern.de

HP ÄKV Landshut /Mitteilungen der BLÄK www.aekv-landshut.de

und Auslage zur Mitnahme im Saal


Interessenten für kostenlose Abgabe der gebundene Zeitschrift "Münchener Medizinische Wochenschrift", Jahrgang 1993-2002 gesucht. Info: Dr. med. Hans Schwarz Tel. 0871/84427



Schlussbemerkungen

Kampf dem Ärztemangel

Fakten:

2008: 138330 Ärzte ambulant tätig - 2000: 128488 - 1990: 92289

Erhöhung der Arztdichte /10000 EW 1990 > 2008 von 29,9 > 38,3

Zunahme der Gesamtzahl der Ärzte von 1990 bis 2008 um 1/3 oder knapp 82000 auf 320000 (Ärzteschwemme!)

Anzahl Arztpraxen 2008: 90414 MVZs: 1257

Anzahl Arztpraxen 2004: 95761 MVZs: 121

z.Zt. Bereits 3600 freie Arztsitze, 50% davon sind Hausarztsitze (v.a.Niedersachsen/NRW/Sachsen-Anhalt/Meck-Pomm/Thüringen)

5000 Arztstellen sind derzeit an den Krankenhäusern nicht besetzt

Tatsachen:

Viele Landärzte finden keine Nachfolger für die Praxis

Widerspruch: Zahl der niedergelassenen Ärzte steigt, die Anzahl der einzelnen Praxen geht zurück

Verteilung der Ärzte stimmt nicht mehr: Junge Ärzte lassen sich nach der Ausbildung nicht dort nieder, wo sie gebraucht werden, sondern wo sie persönlich leben wollen (Regionen mit älteren Kassenpatienten, langen Arbeitszeiten, bescheidenem Einkommenund ohne Anreize des Lifestyles sind unattraktiv. Man geht auch vermehrt ins Auslandoder in die Industrie)

In den nächsten 10 Jahren gehen 58000 Mediziner in den Ruhestand.

Eine ausreichende, flächendeckende med. Versorgung wird unzureichend.

Mögliche Maßnahmen:

Landarztquote (Verpflichtung vor dem Studium zu Tätigkeit als Landarzt, dadurch erleichterter Zugang zum Studium)

Abschaffung des Numerus clausus (stärkere Berücksichtigung der Auswahlgespräche/auch 2er oder3er Abiturienten können gute Ärzte werden/Weiterbildung med. Hilfspersonal-Rettungssanitäter, Krankenschwestern)

Mehr Studienplätze schaffen (Sonderprogramme)

Betreiben von Praxen in unterversorgten Gebieten durch Kommunen und Kassenärztliche Vereinigungen (Kassen?) mit Ärzten als Angestellten

Stipendienprogramme für potentielle Landärzte (Sachsen 600Euro/mtl. für Medizinstudenten bei Landarztverpflichtung nach dem Examen)

Planungsgebietskriterien der KVen ändern

Oder/Aber: Kann Bachelor-Studium Ärztemangel lösen??

Eine Umstellung des Medizinstudiums auf das Bachelor-System kann nach Ansicht von CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn eine Lösung für das Problem des Ärztemangels sein. Das sagte der Politiker der "SO-FAZ". Schneller, billiger, bedarfsgerechter sollten Ärzte ausgebildet werden. "Es kann Sinn machen, über ein mehrstufiges Studium nachzudenken.Früher oder später erreicht die Bachelor- Frage die Medizin." Das Studium solle in zwei Teile geteilt und auf sieben Jahre verkürzt werden. Nach drei Jahren sollen die Studenten den Bachelor bekommen, dann sollen vier Jahre Facharztausbildung folgen."Das Medizinstudium ist das mit Abstand teuerste", sagte Spahn. Daher dürfe man wohl fragen, ob die Gesellschaft bekomme, was sie brauche. Rückendeckung bekommt der Politiker etwa von Johann Steurer von der Universitätsklinik Zürich: "Ein niedergelassener Arzt im Schwarzwald braucht kein Detailwissen in Biochemie oder Physik", sagte er der FAZ am Sonntag.


Gesundheitspolitik

Fakten:

Trotz Sparbemühungen klettern in der BRD die Gesundheitsausgaben weiter

Ausgaben für med. Behandlungen, Pflegeleistungen Arznei-mittel und Vorbeugung im Jahr 2008: 263,2 Milliarden Euro

Steigerung gegenüber 2007: 10 Milliarden Euro

Ausgaben/Kopf: 3210 Euro (2007: 130 Euro weniger)

2008: Gesundheitsausgaben entsprechen 10,5 % des BIP

2009: Steigerung auf > 11 %

Lösung des Problems: ???


Zitate:

Heiner Geisler: "Es gibt keine soziale Marktwirtschaft mehr. Derzeit wird ein neues Menschenbild gezeichnet: Der Mensch als Kostenfaktor! Der Mensch gilt umso mehr, je weniger er kostet und umso weniger, je mehr er kostet."

Arthur Schopenhauer: "Die Leute hören nicht auf die, welche am gescheitesten, sondern auf die welche am lautesten reden."


Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Geduld

14.4.2010

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Zusammenfassung der Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Landshut vom 22. April 2009

Tagesordnung
Begrüßung / Regularien
Totenehrung
Bericht des 1.Vorsitzenden
Kassenbericht/Rechnungsabschluss zum 31.03.2009
Bericht der Kassenprüfer
Entlastung der Vorstandschaft
Vorstellung Haushaltsplan 2009/2010
Verschiedenes: Mitteilungen an die MGV, Fragen an die MGV, Anträge an die Vorstandschaft
Schlussbemerkungen

Begrüßung / Regularien
Ernennung des Protokollführers: zum Protokollführer ernannt Herr Dr. Peter Zolinski. Feststellung der fristgerechten Einladung nach Paragraph 8/1 der Satzung des ÄKV Landshut und damit der Beschlussfähigkeit der Versammlung nach Paragraph 8/1 Satzung ÄKV Landshut. Eintragung in die Anwesenheitsliste, 115 Mitglieder anwesend.

Totengedächtnis
Dr. med. Josef Haselhuber, 84 Jahre, FA für Kinder- und Jugendmedizin, niedergelassen seit 02.10.1958 in Landshut. Im Ruhestand seit 31.12.1998, verstorben am 01.09.2008.
Herr Dr. med. Peter Ausmann, 59 Jahre, Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, niedergelassen seit 01.10.1977 in Furth, verstorben am 13.12.2008.

Bericht des 1.Vorsitzenden
Entwicklung der Mitgliederzahlen (Stand 31.03.09):

2003 878 Mitglieder
2004 869 Mitglieder
2005 920 Mitglieder
2006 934 Mitglieder
2007 956 Mitglieder
2008 980 Mitglieder
2009 1015 Mitglieder
Fortbildungen (seit MGV 16.04.2008) 2008:
8 monatliche Fortbildungen, 2009: bisher 3 monatliche Fortbildungen, 8 weitere geplant.
Fortbildungsveranstaltungen des ÄKV LA 2008/2009
Datum Thema Referent TNZ
16.04.08 Neues zur Diagnostik von Hepatitis B und C Prof.Dr. Holstege 102
07.05.08 Notfallmedizin in der tägl. Praxis Prof. Dr. Reng 131
11.06.08 Herzinsuffizienz: Kooperation von Klinik und Praxis Prof. Dr. Wollschläger 62
16.07.08 Mod. Aspekte medik. Ernährungstherapie bei metab. Syndrom Prof. Dr. Schusziarra 55
24.09.08 Aktuelle Aspekte in der Therapie des Mamma - Carcinoms Dr. Bauerfeind 101
15.10.08 Differenzialdiagnose der Anämien Prof. Dr. Holler 80
12.11.08 Aktuelle Therapie der rheumatoiden Arthritis Prof. Dr. Müller-Ladner 68
10.12.08 Impfungen im Erwachsenenalter Prof. Dr. Jilg 86
04.01.09 Obstipation,Entleerungsstörungen und Co Prof. Dr. Schmidt 79
11.02.09 Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls bei Diab. mellitus Prof. Dr. Heckmann 76
18.03.09 Katheterablation supraventrikulärer Rhythmusstörungen PD Dr. Zrenner 104
Fortbildungsveranstaltungen des ÄKV LA 2004-2009
Gesamtteilnehmer / Teilnehmerschnitt:
2004/2005: 1081 / 98
2005/2006: 948 / 86
2006/2007: 1035 / 94
2007/2008: 771 / 71
2008/2009: 944 / 85

Auswertung der Fragebögen zu den Fortbildungsveranstaltungen des ÄKV Landshut 2008
Zufriedenheit mit (nach Schulnotensystem)

Zufriedenheit mit den FortbildungsveranstaltungenZufriedenheit mit den Fortbildungsveranstaltungen

Aus welchen Fachbereichen sollen Themen gewählt werden?

FachgebieteFachgebiete

Dank an den Fortbildungsbeauftragten des ÄKV Landshut Herrn Prof. Dr. med. A. Holstege.

Fortbildungs-Punkte - Hinweis!
10.000 Vertragsärzte in BY haben jetzt schon die erforderlichen 250 FoBi Punkte erreicht. Und Sie? Überprüfen Sie bitte Ihr FoBi Punktekonto und stellen Sie sicher, dass dort am 30.06.2009 - 250 Punkte erreicht und verbucht sind. Schicken Sie noch nicht eingereichte FoBi Belege umgehend an die BLÄK! Bei Nichterreichen der 250 FoBi Punkte droht eine Honorarkürzung so lange, bis die erforderliche Punktzahl erreicht ist (4 Quartale 10 % ab 5. Quartal 25 %).

Laienfortbildung
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der AOK Landshut
2008
17.04. Asthma im Kindesalter - Dr. R. Sailer VIB - 40 TN
18.09. Depression bei Kindern und Jugendlichen- Dr. F. Saldo LA - 65 TN
09.10. Arthrose - die Gelenke altern mit - Dr. H. Müller LA - 199 TN (!)
06.11. Krebserkrankungen bei Frauen - Dr. J. Anderl LA - 45 TN
2009
12.02. Sodbrennen - nur lästig oder auch gefährlich - Dr. R. Richter LA - 91 TN
4.03. Brustkrebs - Dr. I. Bauerfeind - Klinikum LA - 41 TN
geplant:
Landshut/Vilsbiburg:
23.04. Die Haut - das größte Organ des Menschen- Was reizt die Haut - was tut ihr gut? - Dr. S. Michel - LA
06.05. Arthrose der Hüfte - Endoprothetik - Dr. Th. Lorenz - KKH VIB - Vortrag in VIB
08.10. Gefäßerkrankungen - Venen, Arterien, Krampfadern - Dr. G. Schober - Klinikum LA
12.11. Demenz? - Alzheimer oder nur Vergesslichkeit? - Das schleichende Vergessen - wann wird es zur Krankheit? Dr. E. Neulinger-Wittmann - LA

Tätigkeit
2 Vorstandssitzungen des ÄKV Landshut am 21.10.2008 und 17.03.2009 (Dank unserem Protokollschreiber, Herrn Dr. P. Zolinski) - 3 Vorstandssitzungen des ÄBV Niederbayern am 16.06.2008, 26.11.2008 und 04.03.2009 - Bezirks-Mitglieder-Versammlung des ÄBV Niederbayern in SR am 04.03.2009 - Delegierter zum Bayerischen Ärztetag vom 10.10. bis 12.10.08 in Würzburg - Sprechstunde nach Bedarf Mittwochs 16.30-17.00 Uhr -Quartals-briefe (4 x /Jahr) - Softwarepflege der ÄKV Homepage - Kassenführung - Neuerdings enorme Anhäufung von Schlichtungsaufträgen (seit 01/09 - 9!)

Bericht vom ÄBV NdB
Mitgliederzahl: 5089 - Vermögen: xxxxx Euro - Wichtigste Nachricht: Bezirksumlage unverändert bei 28.50 - (seit 4 Jahren) - 2008 54 Berufsrechtliche Verfahren anhängig, 35 Verfahren behandelt (berufsrechtlicher Überhang) - Effizienz: 21 x keine(!) Maßnahme, 4 Rügen, 7 Berufsgerichtliche Verfahren, 2 Entscheidungen zurückgestellt, 3 sonstige Lösungen, 17 noch offene Fälle (Abmeldungen/Änderung der Zuständigkeit)

Gesellschaftliche Veranstaltungen 2008/2009:
2008: Fehlanzeige - 2009: geplant für 01.07. oder 08.07.09 Vortrag über "Medizin in Landshut um 1475" Referent Dr. Franz Niehoff-Leiter der Städt. Museen in Landshut
Festzelt auf der Festwiese - anschließend "Atzung"

Anschaffungen
2008: keine / 2009: keine geplant

Berichtigungen zum Quartalsbrief I/09:
Merkblatt für Ärzte über die Bestimmungen zur Ausübung von Tätigkeiten mit Krankheitserregern nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) - Hinweis der Regierung von NdB -
So finden Sie das Merkblatt:
www.regierung.niederbayern.bayern.de Wir für Sie - Gesundheit und Verbraucherschutz - Sachgebiet 53 Gesundheit und Pharmazie - Nach unten scrollen bis "weiterführende Verknüpfungen" - Merkblatt.
Im QB I/09 wurde der neue Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie im KKH Landshut-Achdorf - Herr Dr. Ganslmeier - begrüßt. Vergessen wurde, dass mit Antritt der Stelle sich der vorige Amtsinhaber -Herr Dr. R. Pfaud in den Ruhestand verabschiedete. Wir wünschen ihm alles Gute und bedanken uns für seine langjährige Tätigkeit am KKH Landshut-Achdorf.

Neuerungen im ÄKV:
Seit 01.01.2009 neue Sekretärin und Ansprechpartnerin: Frau Sabine Gnewikow
Seit 01.01.2009 neue Öffnungszeiten der Geschäftsstelle:

Mo 09.30 - 11.30 und 14.00 -16.00
Mi 09.30 -11.30 und 14.00 - 17.00

Kontakte:
Homepage des ÄKV: www.aekv-landshut.de
E-Mail - Kontakt:  Yaekv-landshut@t-online.de
E-Mail - Anmeldungen von Fortbildungen:  Ytermine@aekv-landshut.de

Kassenbericht und Rechnungsabschluss 2009:
Nicht öffentlich zugänglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Kreisverband

Bericht der Kassenprüfer:
Frau Dr.med. Gerda Wiedemann / Herr Dr.med. Jürgen Dressler - Kassenführung ohne Mängel geprüft und für in Ordnung befunden

Entlastung der Vorstandschaft:
Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft aus der Mitte der Versammlung - Abstimmung über Entlastung der Vorstandschaft: Einstimmig: JA/Enthaltungen: KEINE

Haushaltsplan 2009/2010:
Nicht öffentlich zugänglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Kreisverband. Diskussion des Haushaltsplans 2009/2010 - Antrag auf Genehmigung - Abstimmung: Einstimmig: JA/Enthaltungen: KEINE

Mitteilungen:
Nächste ÄKV Fortbildung: 20.05.2009 - 19.30 Uhr Bernlochner Stadtsäle "Der psychiatrische Notfall" PD Dr. med. H. Spießl Chefarzt BKK Landshut
25.04.2009 - 9:00 bis 13.00 Uhr Bernlochner Stadtsäle LA - 3.Niederbayerisch - Oberpfälzisches Kardiologie-Forum
Bayerische Impfwoche 20.04.-25.04.09 - Aktivitäten in Landshut - Samstag den 25.04.2009 - 10.00 bis 13.00 Uhr - Info-Stand in der Altstadt an dem Info-Material verteilt wird (z.B. Impfausweise; Broschüren etc.) und wo sich Interessierte bei anwesenden Ärzten (wechselnde Besetzung mit niedergelassenen Haus-/Kinderärzten und  Kollegen aus dem GSA LA) über Impfungen, auch an Hand mitgebrachter Impfausweise informieren können
Benefizkonzert zu Gunsten des Fördervereins für die Palliativmedizin Landshut e.V. Niederbayerisches Ärzteorchester - Samstag 25.04.2009 20.00 Uhr - Städt. Musikschule Landshut - Eintritt frei - Spenden erbeten
6. Niederbayerischer Gastroenterologentag - "Aktuelles aus Gastroenterologie und Hepatologie" - Samstag 9.5.09 9:00 - 13.30 Uhr - Redoute Passau Gottfried-Schäffer-Str.2
Einladung zum Symposium Palliatives Netz Niederbayern - Samstag 20.Juni 2009 - 09:00 bis 16:00 Uhr Fachhochschule Deggendorf Hörsaal 3004

Fragen an die MGV:
Gesucht wird: Berufschulbeauftragte/r des ÄKV - Tätigkeit: 1 Sitzung des Berufschulbeirats pro Jahr in Vertretung der Interessen der ausbildenden Ärzte an der Berufsschule Landshut II

Verschiedenes - Anträge:

Dr. med. Peter Rexrodt: "Diskussionspunkt über die formalen Abläufe bei einem vermuteten Verstoß gegen die Berufsordnung" - Diskussion unter Hinweis auf Paragraph 12 der Satzung des ÄKV LA.

Dr. med. Michael Grimme: "Ich stelle den Antrag, dass bei der (Mitglieder) Versammlung über folgendes Thema diskutiert wird: Problematik des MVZ am Klinikum Landshut."

Dr. med. Johannes Greif: "In vielen Gesprächen mit niedergelassenen Kollegen wurde die Problematik des geplanten medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Landshut erörtert, oft nur in Einzelgesprächen. Es ist dies ein Thema, das einen großen Teil der ärztlichen Mitglieder im Kreisverband bewegt und betrifft, ob in Klinik oder in Praxis. Es ist dadurch eine erhebliche Irritation und Unruhe entstanden. Eine innerärztliche Aussprache und Information ist sinnvoll und notwendig." Antrag auf Aussprache über dieses Thema auf die Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung im April.

Diskussion der Anträge.

Schlussbemerkungen:
Das unvermeidliche Ende... Darwin: (Anmerkung der Redaktion: Abbildung aufgrund unklarer Copyright-Lage entfernt. Abbildung zeigt die Entwicklung vom Affen über den Neanderthaler weiter zum aufrechten Mensch der Neuzeit bis zum gebückt vor einem Bildschirm sitzenden Menschen der Jetztzeit.)

16.05.2009



Aktuelle Situation der Medizin in Deutschland

Am 01. Januar 2009 beginnt eine neue Welt.

Der Gesundheitsfonds und der Morbi-Risikostrukturausgleich sind mit Beginn des nächsten Jahres die wichtigsten Veränderungen für Ärzte und Patienten in Deutschland. Es beginnt eine neue Welt, betonten Teilnehmer an einer berufpolizischen Diskussion am 47, Bayerischen Internistenkongress im November in München.

Für den KBV Vorsitzenden Dr.A.Köhler ist der Gesundheitsfonds nichts anderes als ein staatliches Globalbudget. Durch den bundeseinheitlichen Beitragssatz von 15,5% ist das Volumen weitgehend festgelegt. Köhler ist überzeugt, dass im Gesundheitsfonds zu wenig Geld vorhanden ist, um die Versorgung im Jahre 2009 sicherzustellen. Er rechnet deshalb mit einem zunehmenden "Hauen und Stechen" zwischen den einzelnen Leistungssektoren.

Die Vergütungsreform für die Vertragsärzte dürfe man nicht nur an den zusätzlichen 2,5 Mrd. Euro messen, dies sei sekundär, vielmehr sei entscheidend, dass die Kopfpauschalen wegfallen und nun im ambulanten Sektor ein ähnliches System eingeführt wird, wie mit den Fallpauschalen (DRG) im statio-nären Bereich. Der Preis der Leistung und die Morbidität sind künftig die wichtigsten Faktoren, so Köhler.

Für die Höhe der ärztlichen Vergütung ist nicht mehr die wirtschaftliche Kraft eines Bundeslandes oder einer Krankenkasse maßgeblich, sondern die Morbiditätsstruktur. Das schafft Probleme für Bundesländer wie Bayern, wo die Bevölkerung gesünder ist als andernorts. Dass der Orientierungspunktwert statt bei den betriebswirtschaftlich kalkulierten 5,1 Cent nun bei 3,5001 Cent gelandet ist, hat nach den Worten Köhlers der Gesetzgeber zu verantworten. Er hat vorgeschrieben, dass das gesamte zur Verfügung stehende Geld durch alle Punkte geteilt wird, die die Ärzte 2007 abgerechnet haben. Den Unterschied zwischen 5,11 und 3,5 Cent bezeichnet er als "Sozialrabatt".

Der Morbi-RSA wird allen noch viele Probleme bereiten. In ihm sind 80 Krankheiten gelistet, für die die Krankenkassen zusätzliches Geld erhalten. Allerdings sind das nur 31% der ambulanten Behandlungs-diagnosen, welche die Ärzte derzeit dokumentieren. Offen ist, was mit den anderen Krankheiten passiert. War es bisher für die Krankenkassen interessant, gesunde Versicherte zu haben, sind sie nun darauf aus, solche als Versicherte zu bekommen, die eine der 80 Krankheiten haben. Köhler glaubt, dass die Krankenkassen über selektive Verträge versuchen werden, Gruppen von Ärzten zu finden, die bereit sind, vermehrt solche Patienten einzuschreiben.

Bayern AOK Vorsitzender Dr.jur.H.Platzer weist daruf hin, dass sich die Beteiligten im Gesundheitswesen darauf vorbereiten müssen, dass die Politik das umsetzt, was sie andenkt. Was unter der Überschrift "GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz" eingeführt wurde, ist nach seinen Worten "ein Gesetz zur Abschaffung des Wettbewerbs" geworden. Die Instrumente Preis und Produkt sind den Krankenkassen aus der Hand genommen worden. Sie sind vielmehr eingespannt in ein Korsett von ganz viel "einheitlich und gemeinsam". Wie sich die Ausgaben im Jahr 2009 entwickeln werden, lässt sich überhaupt noch nicht abschätzen. Angesichts der unsicheren Finanzausstattung können die Ärzte nicht mit Sonderverträgen und Zusatzvergütungen rechnen.

24.12.2007 - Klaus Schmidt


Verabschiedung von Dr. W. Bomfleur (Straubing) Dr. M. Fick (Landshut) im Ärztehaus Niederbayern

Zeitungsartikel Straubinger Tagblatt vom 30.5.2008

Der Artikel kann hier als PDF-File (320KB) heruntergeladen werden

5.7.2008

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Jetzt an die jährliche Grippeschutzimpfung denken

Besonders Risikogruppen sollten sich impfen lassen (Ärzte, Helferinnen, Krankenschwestern, Pflege- und Kita- Personal)

Die neuen Grippe-Impfstoffe in Deutschland sind ausgeliefert - mit bereits 29,3 Millionen Dosen - so viele wie noch nie zuvor. Gesundheitsminister Otmar Bernhard hat vorige Woche in München an die besonders Erkrankungsgefährdeten appelliert, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Bernhard: "Wer älter als 60 Jahre ist, an chronischen Krankheiten leidet, gesundheitlich geschwächt ist oder täglich mit sehr vielen Menschen eng zusammentrifft, sollte sich gleich jetzt impfen lassen." Besonders auch Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und Personal von Kindertagesstätten rief Bernhard zur Impfung auf. "In der letzten Grippesaison waren die unter 5jährigen und die Senioren besonders von Influenza betroffen. Der Schutz vor Influenza ist für diese Gruppen höher, wenn die Menschen, die sie betreuen, geimpft sind. Und die, die täglich anderen helfen, sollten auch sich selber schützen", so der Minister. Die Durchimpfungsrate in den medizinischen und pflegerischen Berufen liegt nur bei ca. 30 Prozent.

Auch bei Älteren wirkt der Grippeimpfstoff gut. Das belegen aktuelle Studien. Die derzeit in den Medien geführten Diskussionen um eine etwas geringere Schutzwirkung bei Senioren im Vergleich zu Jüngeren, ändert nichts an der bestehenden Impfempfehlung. Die Impfung bleibt gerade auch bei Senioren das wichtigste Mittel zur Prävention grippebedingter Komplikationen. Noch effektiver kann der Schutz sein, wenn zusätzlich eine Impfung gegen Pneumokokken erfolgt. Diese sind verantwortlich für eine große Zahl der Atemwegserkrankungen im höheren Alter.

Die Grippeschutzimpfung schützt vor der saisonalen Grippe und damit vor der Infektionskrankheit mit der höchsten Sterblichkeitsrate in Deutschland. Zwischen 8.000 bis 15.000 Menschen kostet die jährliche Grippewelle allein in Deutschland das Leben. Infizierte können schon zwei Tage, bevor sie selbst erkranken, Viren ausscheiden und andere Personen anstecken. Typisch sind plötzlicher Beginn, Fieber, Husten, Schnupfen, starke Glieder- und Kopfschmerzen und schweres Krankheitsgefühl. Gefürchtete schwere Komplikationen, wie Lungenentzündung und Herzmuskelentzündung können tödlich verlaufen. Geimpfte hingegen sind weitgehend vor der Erkrankung geschützt. Das Immunsystem braucht 7 bis 14 Tage, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Hohe Durchimpfungsraten schützen vor enormen Arbeitsausfällen. Die jährlichen Grippewellen verursachen allein in Bayern 10 Prozent der Arbeitsausfälle sowie Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro.

Die Pflaster werden in Wasser aufgekocht und dann i. v. injiziert, auf Grund fehlender Dosierbarkeit, in vielen Fällen überdosiert mit der Folge eines Atemstillstandes. Seit Januar 06 verstarben auf diese Weise sechs Drogenabhängige, weitere vier konnten durch notärzt-liche Behandlung gerettet werden. Der Konsum der Pflaster scheint ein spezifisches Phänomen im Raum Stadt und Landkreis Landshut zu sein. Die Pflaster, wie auch o.a. Substanzen werden vorwiegend von uns Ärzten verordnet, 70% erscheinen auf dem Schwarzmarkt.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de

5.12.2007

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Dr. med R. Niebel - Thema "Suchtpatienten"

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Der Konsum illegaler Drogen, zunehmend auch bei Minderjährigen, ist weit verbreitet und stellt auch in Landshut ein erhebliches Problem dar.

Von den Konsumenten werden wahllos unterschiedlichste Substanzen eingenommen: Neben dem ausschließlich auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Kokain und Heroin sind dies Benzodiazepine (Flunitrazepam, Diazepam ect.), Codein, Schmerzmittel wie Tilidin oder Tramadol und seit gut zwei Jahren auch Fentanyl in der Darreichungsform als Pflaster.

Die Pflaster werden in Wasser aufgekocht und dann i. v. injiziert, auf Grund fehlender Dosierbarkeit, in vielen Fällen überdosiert mit der Folge eines Atemstillstandes. Seit Januar 06 verstarben auf diese Weise sechs Drogenabhängige, weitere vier konnten durch notärzt-liche Behandlung gerettet werden. Der Konsum der Pflaster scheint ein spezifisches Phänomen im Raum Stadt und Landkreis Landshut zu sein. Die Pflaster, wie auch o.a. Substanzen werden vorwiegend von uns Ärzten verordnet, 70% erscheinen auf dem Schwarzmarkt.

Diesbezüglich möchte ich alle Kolleg/Innen bitten mit, der Verordnungsucht- u. missbrauch-fördernder Substanzen äußerst kritisch und zurückhaltend umzugehen. Den drogenabhängigen Kranken wird mit der Verordnung nicht geholfen, ihre Abhängigkeit vielmehr aufrecht-erhalten und gefördert;das Aufsuchen der professionell weiterhelfenden Suchtberatungs-stellen dadurch verhindert. Bedenken sie auch mögliche forensische Folgen.

Bei Erstkontakt von Patienten mit Wunsch nach Verordnung suchtgefährdender Substanzen sollte mittels Untersuchung und Gespräch versucht werdeneine bestehende Suchterkrankung offen zu legen. Bestätigt sich der Verdacht, keine Verordnung, stattdessen alternative Wege aufzeigen. Lassen sie sich durch Leidensbekundungen und Vorwürfe wie “ ich habe schwerste Entzugserscheinungen, das halte ich keine Stunde mehr aus, da nehme ich mir lieber das Leben, sind sie nicht Arzt? Dann müssen sie mir doch helfen, ich werde sie wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen, usw.“ nicht unter Druck setzen. Nehmen sie die Patienten ernst, machenSie keine Vorwürfe und verweisen Sie beharrlich aufbestehende Einrichtungen des Suchthilfenetzes vor Ort, wie Suchtberatungsstelle der Caritas, das Gesundheitsamt, die Station 2/5 des BKH oder niedergelassene Kollegen mit suchtmedizinischer Qualifikation. (Adressen bzw. Telefonverbindungen bei Caritas Landshut zu erfahren).

Weiterhin möchte ich noch den Vorschlag unterbreiten, dass bekannte abhängige Patienten, die sich nicht in suchttherapeutischer Behandlung befinden, aber regelmäßig während Urlaubsvertretungen oder im Bereitschaftsdienst die Praxen aufsuchen, gelistet und den niedergelassenen Kollegen bekannt gemacht werden.

In der Hoffnung Ihr Interesse geweckt zu haben verbleibe ich mit kollegialen Grüßen

5.12.2007 - Dr. med. Rolf Niebel

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Sehenswerte Ausstellung – "IN MEMORIAM"

Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt – Anatomiestraße 18-20 85049 Ingolstadt

21. Oktober – 30 Dezember 2007
10-12 und 14 -17 Uhr
Montag geschlossen
Telefon: 0841/3052860
www.dmm-ingolstadt.de

Die Begrenzung der Ressourcen in unserem Gesundheitssystem und die Verteilung der knappen finanziellen Mittel zwingen uns zu einer Diskussion mit dem Thema: "Rationierung medizinischer Leistungen."Das am 1. April 2007 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung des Wettbewerbs gibt darauf keine klare Antwort. Wie soll eine aus ökonomischen Gründen notwendige Leistungsbegrenzung aussehen? Soll sie Altersbezogen sein, soll sie Mittelbezogen sein oder soll sie Indikationsbezogen sein? Wer soll das entscheiden? Es geht bei dieser schwierigen Problematik um die Verknüpfung von Rechtsfragen mit Wertfragen.

In Memoriam – im Gedenken an die Opfer des NS-Euthanasieprogramms
Karin Derstroff

"Wie konnte so etwas geschehen" Geschehen: der organisierte und brutal ausgeführte Mord an 180 000 Psychiatrie-Patienten. Die Täter: Sie, die am meisten dem Erhalt des Lebens verpflichtet gewesen wären. "Es war die Elite der deutschen Psychiatrie", sagt Dr. Michael von Cranach, dem nicht nur die Ausstellung "In memoriam" zu danken ist, sondern auch die grundlegende Forschung zum Thema.

Die Dokumentation wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde von Dr. Michael von Cranach, Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren, mit Unterstützung von Katharina von Cranach erarbeitet. Sie zeigt schriftliche und bildliche Quellen zur Geschichte eines unfassbaren Geschehens: Hilflose Menschen in deutschen Psychiatrischen Kliniken starben durch ideologisch verblendete Mediziner, die ihre ärztliche Verpflichtung, nicht zu schaden und nie den Tod zu bringen (Hippokratischer Eid) geringer achteten als den Willen eines zynisch den „Gnadentod“ verhängenden Führers Adolf Hitler. Die Ausstellung, die auch die historischen Hintergründe der Euthanasiediskussion seit dem späten 19. Jahrhundert anspricht, die den geistigen Keim zu den barbarischen Aktionen gelegt hatte, wird ergänzt durch Bilder und Objekte einer Ausstellung über „Kindereuthanasie“ in Thüringen, die von Frau Dr. Susanne Zimmermann, Medizinische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, im Jahr 2004 veranstaltet worden ist. Hier werden Einzelschicksale von Kindern und deren Familien dokumentiert, die uns die grausame Strategie jener Untaten, die im Namen der „Volksgesundheit“ begangen wurden, in aller Deutlichkeit vor Augen stellen. „In Memoriam“ dem Gedenken der Opfer ist diese Ausstellung gewidmet.

Nicht werten, sondern Fakten erzählen will die Schau "In Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms", und deshalb "Dokumente für sich sprechen lassen". Dokumente: der am 1. September 1939 zum Gesetz erhobene "Euthanasieerlass" Hitlers, der den psychisch Kranken zynisch "den Gnadentod" versprach. Die verzweifelten Briefe von Angehörigen, die um Auskunft über ihre einst im besten Glauben in klinische Obhut übergebenen Väter, Kinder, Geschwister und ihren "plötzlichen" Tod bettelten und oft keine, manchmal zynische Antwort erhielten. Die kollegiale Korrespondenz der an Menschenversuchen beteiligten Klinikärzte, welches der Kinder nach der Injektion von Affen-Liquor denn nun schon gestorben sei. Krankenblätter, Diagnosen, Anordnungen von furchtbarer Unmenschlichkeit: Zwischen sachlichen Schriftfahnen mit Schilderungen der sechs psychiatrischen Vernichtungskliniken, der Aktion "T4" zur "Selektion" der Todgeweihten, der Biografie des Psychiaters Dr. Valentin Flatlhauser, der die "Hungerdiät" zur ökonomischen Exekutierung der "Unwerten" erfand und für den Mord an 500 Menschen Begnadigung erfuhr, hängt solches Material ohne Kommentar. Lesen und sich überwältigen lassen solle man, so von Cranach. Es bleibt kaum andere Möglichkeit.

Zumal die Ingolstädter Ausstellung Cranachs Dokumentation ergänzt mit Bildern und Objekten einer Jenaer Ausstellung über Kinder-Euthanasie in Thüringen. Hier bekommen sie Gesichter: die fröhlichen Fünfjährigen, denen ein zynisches Regime "Idiotie" bescheinigte – und deren Spielzeuge nun 70 Jahre nach ihrer Ermordung in den Vitrinen lagern. Hier sieht auch er uns an: der "Zigeunermischling" Ernst Losser, der, rassisch unerwünscht, lebhaft und aufmüpfig, in der Kinderpsychiatrie ermordet wurde und dessen Porträt zum Ausstellungsplakat geworden ist.

Nacherzählen lassen sich diese Geschichten nicht. Aber nachlesen, auch im Ausstellungskatalog – ein Muss. Das ist auch der Besuch der Schau auf jeden Fall.

30.11.2007

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MGV ÄKV Landshut am 18.04.2007 - Schlussbemerkungen

Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Lassen sie mich zum Schluss der heutigen Mitgliedervollversammlung einige Gedanken zu unserem Gesundheitssystem aussprechen:

Die Begrenzung der Ressourcen in unserem Gesundheitssystem und die Verteilung der knappen finanziellen Mittel zwingen uns zu einer Diskussion mit dem Thema: "Rationierung medizinischer Leistungen."Das am 1. April 2007 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung des Wettbewerbs gibt darauf keine klare Antwort. Wie soll eine aus ökonomischen Gründen notwendige Leistungsbegrenzung aussehen? Soll sie Altersbezogen sein, soll sie Mittelbezogen sein oder soll sie Indikationsbezogen sein? Wer soll das entscheiden? Es geht bei dieser schwierigen Problematik um die Verknüpfung von Rechtsfragen mit Wertfragen.

Dr.med. Werner Resch
Dr.med. Werner Resch

Der Zweck ärztlicher Tätigkeit ist das Erkennen und Heilen von Krankheiten, das Lindern von Leiden z.B. durch Gabe von Medikamenten oder andere ärztlichen Maßnahmen, aber auch die Zuwendung und Fürsorge um den Kranken - ist also vorwiegend ethisch - moralischer Natur.

Darauf baut letztendlich die vertrauliche Arzt-Patienten-Beziehung, die aber zusehends in das Spannungsfeld gerät zwischen wissenschaftlichem Fortschritt, den Erwartungen der Patienten, den begrenzten finanziellen Ressourcen und den staatlichen Vorgaben.Eine solch sensible Beziehung kann aber nur dann stabil und belastbar bleiben, wenn sie auch weiterhin aufdas Vertrauen des Patienten zum seinem Arzt zählen kann.Persönliche Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Verläßlichkeit sind dabei unabdingbar notwendig. Im derzeitigen Gesundheitssystem ist dies aber nur schwer möglich, da vom Arzt unangenehme Antworten, Entscheidungen aus Prinzipien, Parteilichkeit, manchmal sogar Ungerechtigkeit und immer öfter politisch programmierte Anpassung - oft gegen den eigenen Willen - verlangt werden, womit er chronisch überfordert wird.

-

Die zunehmende wirtschaftliche Ausrichtung unserer Medizin läßt uns leicht vergessen, dass der kranke Mensch im Mittelpunkt unseres Denkens und Handels stehen muss. Er bedarf unserer Hilfe und darf nicht zu einer kalkulatorisch-wirtschaftlichen Fallgröße mutieren.

-

Gesundheitspolitik darf sich deshalb nicht nur auf die reine Ökonomie beschränken, sondern muss auch eine Diskussion um Werte einschließen.

Wie schon ausgeführt, ist der ärztliche Stand ethisch in erster Linie dem individuellen Patienten verpflichtet, was ihm wohl das Vertrauen und auch das Ansehen in der Bevölkerung verschafft hat. Eine Unterminierung dieses Vertrauens würde uns der Fremdbestimmung preisgeben, sei es durch noch mehr Eingriffe des Staates oder der Krankenkassen, sei es durch Forderungen des Pharma-Marktes und der Ökonomie.

-

Wir dürfen uns nicht in die Rolle eines Erfüllungsgehilfen fremden Willens drängen lassen!

Die Rolle des Arztes als Anwalt des Staates verträgt sich nicht mit unserer Rolle als Anwalt unserer Patienten!

Wir müssen dies immer stärker und öfter in aller Klarheit deutlich und öffentlich machen.

Die auf der Versammlung gezeigten Folien gibt es hier zum herunterladen: Folien, ppt-Format, 116KB

13.6.2006

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Medizinische Geräte für Krankenhaus in Nigeria gesucht

Der katholische Pfarrer von Altfraunhofen, Herr Nabuiffe aus Nigeria hat eine Bitte. Er sucht für ein "Krankenhaus" in Nigeria medizinische Geräte. Es ist so gut wie nichts vorhanden. Momentan hat das Haus eine Kapazität von maximal 25 Betten, aber es ist ein Neubau in Planung. Das jetzige Krankenhaus heisst "Our Lady of Lourdes Hospital" und liegt in Ohakpu,in der Diözese von Orlu. Kontakte unter thomashoellerer@gmx.de

23.4.2006

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Ärzteprotest am 19.05.2006

Zum nächsten Ärzteprotest am 19.05.2006 in Berlin wurde angedacht, einen Bus aus Landshut zu organisieren. Kosten für die Tagesreise (hin und zurück) bei 50 Teilnehmern ca. 30 Eur/Person. Interessenten melden sich bitte beim ÄKV Landshut

18.4.2006

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Begrüßung zur musikalischen Soiree des ÄKV Landshut

am Sonntag 12.03.2006 um 17.00 Uhr, Hlg. Kreuzkirche im Hans Carossa Gymnasium Landshut

Vor langer, langer Zeit ertönte eine gewaltige Stimme im Weltraum: "Es werde Licht!" Und es ward Licht, das von unzähligen Sonnen ausstrahlte. Mit dem Licht erwachte sein Zwillingsbruder: der Klang! Mit diesem "Urknall", dem Machtwort einer höchsten Instanz, mit einer gewaltigen Explosion hat alles begonnen….Kein Mensch vermag den Weg von diesem "Big Bang" zu unserer abendländischen Musik nachzuzeichnen, von der Entstehung des Klanges bis zur Schöpfung eines Lebewesens, das ihn wahrzunehmen vermochte. Der Mensch schuf aus dem Klang die Musik, wies ihr in seinem Leben stets höher werdende Aufgaben zu und erhob sie schließlich, nahezu unmerklich, zur Kunst.

Verehrte Apothekerinnen und Apotheker, Zahnärztinnen und Zahnärzte, liebe Kolleginnen und Kollegen, Freunde, Bekannte und Gäste, liebe Musiker. Als Vorsitzender des ÄKV Landshut heiße ich Sie alle zu unserer Musikalischen Soiree herzlich willkommen und freue mich besonders den Hausherrn der Hlg. Kreuzkirche und Direktor des Hans Carossa Gymnasiums, Herrn Studiendirektor O’Connor begrüßen zu können. Unser aller Gruß gilt auch der stellvertretenden Direktorin des HCG, Frau Studiendirektorin Alt mit ihrem Gatten und dem Vertreter des Fördervereins zur Restaurierung und Erhaltung der Aula des HCG, Herrn Oberstudiendirektor a.D. Herrn Dr. Bruckner mit Gattin. Der Verein hat die heutige Veranstaltung nicht unwesentlich finanziell mitunterstützt. Natürlich begrüße ich sehr herzlich auch unseren " Nachwuchs", unsere Musiker, die uns alsbald mit ihrem Können erfreuen. Wir werden einen bunten Melodienreigen, gespannt vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart hören. Ich danke ihnen schon jetzt für ihr Engagement und ihre Bereitschaft für uns zu spielen, durch die diese Veranstaltung erst möglich wird. Zuletzt möchte ich Herrn Studiendirektor Röckl begrüßen, der die künstlerische Leitung des heutigen Abends übernommen hat und sie durch das Programm führen wird. Nicht unerwähnt lassen möchte ich meine liebe Frau, die in bewährter Weise dafür sorgt, dass keiner hungrig oder durstig die Veranstaltung verlassen muss. Vielen Dank!

Musikalität ist nach heutigem Wissen nicht zufällig entstanden. Wahrscheinlich diente sie der Kommunikation und Gruppenorganisation in Urgesellschaften. Forscher sind auf dem besten Weg, dem Gehirn des Menschen eines seiner schönsten Geheimnisse zu entlocken: was passiert in diesem Nervengeflecht beim Hören von Musik oder wie entstehen im Gehirn Melodien? Einige erstaunliche Ergebnisse dieser Forschungen möchte ich Ihnen kurz präsentieren:

Begleiten Sie mich deshalb auf einer kurzen Reise vom Ohr in die Tiefen unseres Nervenzentrums. Der Hirnstamm erhält die Klanginformationen vom Hörnerv. Ein Teil dieser Reize gelangt ins limbische System, einem wichtigen Zentrum für Emotionen. Hier entstehen Glückgefühle, wobei die Reaktion auf Musik ähnlich der auf Sex oder Drogen ist! Der größte Teil der Signale erreicht die primäre Hörrinde, welche Informationen vorsortiert. Die genauere Analyse findet in der sekundären Hörrinde statt - wobei die rechte zuständig für Harmonien ist, die linke mehr für den Rhythmus. Sensorische und motorische Bereiche der Großhirnrinde steuern bewusste Reaktionen, etwa das Mitklatschen oder Mitsummen von Liedern. Im oberen Stirnlappen sitzen Fähigkeiten zum planerischen Denken - diese Region hilft beispielsweise beim Komponieren - undim unteren Stirnlappen schließlich erfolgt das subjektive Urteil über Musikstücke, also ob sie uns gefallen oder nicht.

Meine Damen und Herren, liebe Gäste! Nachdem Sie nun genau wissen, was in den nächsten eineinhalb Stunden in Ihrem Gehirn abläuft, wünsche ich Ihnen mit dem Motto der heutigen Veranstaltung

"Viel Spaß an der Freud"

Dargeboten wurden:

Piano: Lisa Hofmann
Schumann: "Aufschwung" und "Der Abend"

Piano/Querflöte: Nina und Peter Eberl
Frédéric Chopin: Variationen über ein Thema von Gioacchino Rossini

Piano/Gesang: Boni Kim/Kristina Kronschnabl
Giovanni Battista Pergolesi: Arie - Claude Debussy: Lied

E-Gitarre/Alt-Saxophon - Diego Kauffmann-Guerrero /Bernie Adam
2 Jazzstandards

Piano/Trompete: Nina Eberl/Mathias Obermeier
Eberhard Werdin: Sonatine für Trompete und Klavier

Piano/Gesang: Lisa Hofmann/Peter Eberl/Kathrin Stahleder
Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni - Là ci darem la mano….

Klassische Gitarre: Diego Kauffmann-Guerrero
HeitorVilla-Lobos: "Choros" und Francisco Tarrega: "Spanische Weisen"

Piano/Querflöte: Nina und Peter Eberl Blum: 2 Walzer

Piano: Simon Riedel-Reidemeister
Paul de Senneville: Ballade pour Adeline

Gesang: Nina und Peter Eberl/Kathrin Stahleder/Bernie Adam
Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel "Abendsegen"

Vokalquartett -Nina und Peter Eberl/Kathrin Stahleder/Bernie Adam
Orlando di Lasso: "Mon coeur"

Zugabe: Piano/Gesang -Peter Röckl/Nina und Peter Eberl/Kristina Kronschnabl/Kathrin Stahleder/Bernie Adam
Walter Donaldson: "Yes Sir, That's My Baby" (1925).

Bilderreigen

21.3.2006

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Staatliche Berufschule II Landshut: Sprechtag für Ausbilder und Eltern

Die Staatliche Berufschule II Landshut bietet einen Sprechtag für Ausbilder und Eltern an. Ein direkter Austausch und eine enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildern und Lehrkräften sind sehr wertvoll.

Sprechtag für Ausbilder und Eltern

Mittwoch 22.02.2006 von 15:30 bis 17:30 an der Staatlichen Berufschule II Landshut, Weilerstraße 25 84032 Landshut.

Für Gespräche stehen zur Verfügung: alle hauptamtlichen Lehrkräfte, einzelne nebenberufliche Lehrkräfte, die Schulleitung und Vertreter der ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH). Nutzen Sie bitte das Angebot der Schule.

24.1.2006

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Literarische Matinee


Arzt und Dichter: Dichter und Arzt - lässt sich eine spannungsvollere Doppelexistenz denken?

Für einen von ihnen, Anton Cechov, gestaltete sich dieses Verhältnis so: "Die Medizin ist meine gesetzliche Ehefrau, die Literatur meine Geliebte. Wenn mir die eine auf die Nerven fällt, nächtige ich bei der anderen. Das ist meinetwegen unanständig, aber dafür nicht langweilig. Und darum verlieren auch beide nicht durch meinen Treuebruch. Hätte ich nicht meine Medizin, so würde ich in meinen Mußestunden meine überflüssigen Gedanken wohl kaum der Literatur widmen."

Liebe Gäste der heutigen "Literarischen Matinee"! Im Auftrag des Ärztlichen Kreisverbandes Landshut begrüße ich Sie auf das Herzlichste an diesem schaurig - schönen Sonntagmorgen im November. Ich freue mich, dass trotzdem einige Kolleginnen und Kollegen die schützende Statt ihres Bettes verlassen haben, möchte mich für Ihr Kommen bedanken und gleichzeitig meinem Erstaunen Ausdruck verleihen, dass Sie sich alle neben Ihrer Arbeit den Sinn für Literatur und Schöngeist bewahrt haben.

Besonders herzlich begrüße ich natürlich Herrn Holger Hildmann, Schauspieler am Südostbayerischen Städtetheater, der für uns heute in die Rolle des Vortragenden geschlüpft ist. Guten Morgen Herr Hildmann.

Holger Hildmann Holger Hildmann

Damit das "Literarische" heute Morgen nicht durch uns Mediziner missbraucht werden kann, passen zwei Altphilologen gut auf. Ich begrüße Herrn OSTD Dr. Bruckner, den seit Februar des Jahres sich im Unruhestand befindlichen Direktor des Hans Carossa Gymnasiums mit Gattin und Herrn OSTR Wiedemann, ebenfalls Hans Carossa Gymnasium, der heute also nicht nur als treuer Gatte seine Frau begleitet und der mir bei der Zusammenstellung des heutigen Programms mit Rat und Tat zur Seite stand. Guten Morgen und Danke.

Danken möchte ich an dieser Stelle auch der VHS Landshut, die uns bereitwillig und kostenlos für die Veranstaltung diesen schönen Friessaal zur Verfügung stellt.

Arzt - Apotheker - Dichter. Eine Symbiose zwischen Medizin und Literatur? Liefert die eine, die Medizin, Anregung und Stoff für die dichterische Produktion? Schärft die andere, die Dichtung, das ärztliche Einfühlungsvermögen? Ein Blick in die Literaturgeschichte scheint das zu bestätigen: Auffallend viele Schriftsteller waren oder sind Ärzte und Apotheker oder durchliefen zumindest eine medizinische, psychologische oder pharmazeutische Ausbildung. Einige Beispiele: Arthur Conan Doyle, Peter Bamm, Thomas Bernhard, Alfred Döblin, ETA Hofmann, Justinus Kerner, Adolf Kussmaul, Hermann Ritter von Lingg, Carl Ludwig Schleich usw... Wie viele Ärzte, und Apotheker außer den literarhistorisch bekannten, außerhalb ihrer Arbeitszeit noch geschrieben oder gedichtet haben, lässt sich nur erahnen.

Sind Dichter bessere, sensiblere, emphatischere Ärzte? Das Beispiel des Kehlkopf-Spezialisten Arthur Schnitzler scheint diese romantisierende These in Frage zu stellen: "Mein Widerwille gegen Publicum, Aerzte, Praxis, Medizin ist erheblich gestiegen", notierte er frustriert in sein Tagebuch. "Mich ekelt vor den Patienten, vor den Collegen, vor allem, was mich an den Beruf erinnert."

Dass aber Ärzte die besseren Dichter sind, dass es vor allem der Dichter ist, der vom Arzt profitiert, bestätigen Erzählungen und Gedichte, die so auf ihre Weise immer auch ein Stück Medizingeschichte vermitteln.

Das Vorurteil, für den Dichter sei der Beruf des Arztes wohl der Brotberuf gewesen, wird von vielen Biographien in Frage gestellt - allzu oft war es gerade umgekehrt. Den meisten hätte das Honorar, das ihnen Praxis oder Apotheke einbrachte, allenfalls zum Überleben gereicht. Schreiben war also nicht nur eine Leidenschaft oder eine Art seelisches Ventil, es sicherte vielen auch den Lebensunterhalt.

Vielleicht denken Sie im Zeitalter der Umsätze von Joanne K. Rowling oder Dan Brown und im Vergleich dazu, dem EBM 2000 plus einmal daran, selbst einmal zur Feder zu greifen und ihre Erlebnisse mit Patienten und Kollegen, mit der KV oder mit ihrer Familie aufzuschreiben. Vielleicht wird’s ein Reißer, dann haben sie ausgesorgt.

Jetzt wünsche ich Ihnen aber viel "Heiteres und Besinnliches" mit Holger Hildmann.

19.11.2005

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In Zusammenarbeit mit der VHS Landshut: Laienfortbildung: "Schulmedizin im Gespräch"

Laienfortbildung: Wir haben in Zusammenarbeit mit der VHS Landshut im WS 05/06 eine Vortragsreihe mit dem Titel "Schulmedizin im Gespräch" ins Leben gerufen. Themen, Zeit und Ort der Veranstaltung entnehmen Sie dem Vorlesungsverzeichnis der VHS (Seite 197-200) oder dem von der VHS Landshut gedruckten Flyer - siehe Anlage! Die Vorträge sind nicht nur für Ihre Patienten interessant, auch Ihre Arzthelferinnen oder Azubis könnten durch einen oder mehrere Besuche ihr Wissen vermehren, auffrischen, erweitern oder auch erneuern. Bitte halten Sie Ihre Patienten und eventuell auch Ihr Personal an, die Referate zu besuchen.

15.10.2005

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Landshuter Zeitung: Visite mit Brenneisen und Uringlas

Pharmazie-Professorin referierte über Heilkunde zur Zeit der Landshuter Hochzeit. - Doctores, Apotheker und Feldscherer: Heilkunst und Heilwissen um 1475. - Zu diesem Thema hat Professor Dr. Dr. Christa Habrich von der Ludwig-Maximilians-Universität in München am Dienstag 12.07.2005 in Landshut im Axthaler Keller zu Apothekern, Zahnärzten und Ärzten auf Einladung des ÄKV Landshut gesprochen. Im Mittelalter hat eine Reihe von Krankheiten gewütet, sagte Habrich. Die Pest entvölkerte von 1347 bis 1352 ganze Landstriche Europas. Danach hat die Obrigkeit immer darauf geachtet, eine derartige Ausbreitung der Pest zu verhindern. Die Stadthygiene wurde fortan staatlich geplant und im Besonderen auf Ratten und Flöhe geachtet.

Außerdem geißelten Lepra und Antoniusfeuer die Menschen. In den Städten gab es Leprosenhäuser, in Landshut zum Beispiel die Siechen von St. Martin. Weil Lepra in der Bibel genannt wird, waren diese Häuser mit so hohen Stiftungen versehen, dass Lepröse oft besser lebten als andere, erklärte Habrich. Antoniusfeuer ist eine Vergiftung durch Mutterkorn, das seinerzeit im Brot verbacken wurde. Kranke verloren ganze Gliedmaßen und bekamen den Veitstanz und andere Psychosen.

Damals wollte der Mensch nicht wissen, wie seine Krankheit heißt, sondern wie sie ausgeht, sagte die Professorin. Deshalb baumelten an Ärztegürteln vielmals Harngläser. Aufgrund ihrer Erfahrung und anhand der Farbe des Harns haben die Ärzte über den Verlauf einer Krankheit spekuliert. Zusätzlich zogen sie das Horoskop zu Rate. Etwa zur Zeit der Landshuter Hochzeit begannen der Expertin zufolge Ärzte damit, systematisch Leichen zu sezieren. Der Medizin lag die antike Vier-Säfte-Lehre des Hippokrates zugrunde. Er definierte die vier Kardinalsäfte Blut, gelbe Galle, schwarze Galle und Schleim. In Beziehung dazu standen die vier Menschentypen: Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker und Phlegmatiker. Es war ein Gesellschaftsspiel, die Temperamente zu erkunden, sagte Habrich. Eine Störung des Gleichgewichts führte der Lehre nach zu Krankheiten. So wurde einem Sanguiniker ein Zuviel an Blut nachgesagt, sein Arzt ließ ihn als Therapie zur Ader. Einen Phlegmatiker pfefferten die Behandler mit scharfen Arzneien auf. Einen Choleriker kühlten sie mit bestimmten Kräutern ab.

Der Arzt war nicht die einzige medizinische Profession im 15. Jahrhundert: Gesetze schrieben die Trennung von Arzt und Apotheker vor. Habrich: Ein Apotheker durfte nicht beraten, ein Arzt keine Mittel verkaufen. Städte waren immer darauf aus, hervorragende Apotheker zu beschäftigen, um sich bei hohem Besuch nicht zu blamieren. Eine Stadt war damals erst eine Stadt, wenn sie neben Kirche, Rathaus und Wirtshaus auch eine Apotheke besaß. Apotheker stellten außer ihren Arzneien noch Lack, Tinte und Konfekt her. Zudem führten sie Zimt, Honig und Safran. 100 Ochsen waren die 500 Gulden wert, die Ludwig der Reiche den Landshuter Apothekern bei der Hochzeit bezahlte: In ihr Konfekt mischten sie zum Teil Abführmittel, um den hohen Herrn die Völlerei zu erleichtern.

Neben Ärzten und Apothekern gab es noch die Feldscherer. Sie waren die Handwerker unter den Heilern. In Kriegszeiten versorgten sie verletzte Soldaten, in Friedenszeiten die Bürger. Mit dem Brenneisen schlossen sie offene Wunden. Es hat zwar recht gestunken, aber so haben sie gleichzeitig desinfiziert, sagte Habrich. Ohne jede akademische Bildung arbeiteten viele Feldscherer als Bader, Barbier, Geburtshelfer und Wundarzt. Sie leisteten erste Hilfe und verabreichten den Patienten bei anderer Gelegenheit Klistiere.

Den Vortrag organisierte der Ärztliche Kreisverband unter dem Vorsitz von Dr. Werner Resch. Anschließend sang der Chor der Reisigen einige seiner Lieder für die Pharmazeuten, Apotheker; Zahnärzte und Ärzte.

Bericht der LZ -aha- 16.07.2005

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Doctores, Apotheker und Feldscherer - Heilkunst und Heilwissen um 1475

Professor Dr. Dr. Christa Habrich und Dr. med. Werner Resch

Eine Stadt spielt Mittelalter - 1475. Eine große Hochzeit ist uns überliefert aus dieser Zeit. Der Glanz des Festes strahlt bis in unsere Gegenwart herein. Der niederbayerische Herzogssohn - Georg der Reiche - heiratet die Tochter des polnischen Königs Kasimir IV - Hedwig, manchmal, allerdings ohne historischen Hintergrund, auch Jadwiga genannt. Alles was im Kaiserreich Rang und Namen hat, sitzt einträchtig beieinander: Kaiser Friedrich der III - sein Sohn Maximilian, später "der letzte Ritter" genannt - der Bruder des türkischen Kaisers - Herzog Sigmund von Österreich - Pfalzgraf Phillipp aus Amberg, der Schwager des Bräutigams - die Herzöge Otto und Johann von Neumarkt - Markgraf Albrecht genannt Achilles, Kurfürst von Brandenburg - die Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg - die bayerischen Herzöge Albrecht, Christoph und Wolfgang, die Münchner Verwandtschaft also - der Erzbischof von Salzburg - die Bischöfe von Bamberg, Eichstätt, Augsburg, Freising und Passau - Vertreter der Reichsstädte und - polnischer Adel. - Fürsten, Edelleute, Ritter und Knappen. 9000 Pferde sind in der Stadt, 1100 Pfeiffer und Trommler blasen zum Fest, überall blitzt es von Gold und Edelsteinen.

Aber auch das Volk ist eingeladen mitzufeiern - hunderte Ochsen und Kälber, Schweine und Schafe, tausende Gänse und Hühner werden verzehrt und mit unzähligen Eimern Wein hinuntergespült. Eine Woche zechfrei für die Bürger! Nach einem Gebot Herzog Ludwigs durfte während der Festwoche kein Wirt von den Gästen oder Stadtbewohnern Geld für Essen und Trinken verlangen.

Darbietung anlässlich der Landshuter Hochzeit

Heute ist das, wie Sie wissen und bereits beim Eintritt bemerkt haben, alles ganz anders...

Liebe Apothekerinnen und Apotheker, liebe Zahnärztinnen und Zahnärzte, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste.

Als Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Landshut begrüße ich Sie alle sehr herzlich und freue mich über die außerordentlich große Resonanz, die unsere Einladung ausgelöst hat. Am heutigen Abend teilzunehmen und mitzufeiern heißt für uns alle auch ein kleines Fenster aufzustoßen und Einblick zu nehmen in die große Zeit Landshuts aber auch in eine Zeit des Umbruchs an der Wende vom ausklingenden Mittelalter zum Beginn der Neuzeit.

Mit Ihnen allen begrüße ich besonders:

Herrn Bürgermeister Jacob Entholzner, der als Vertreter der Stadt zu uns gekommen ist - Grüß Gott Herr Bürgermeister -

Herrn Dr. Franz Niehoff, den Leiter der Landshuter Stadtmuseen - Grüß Gott Herr Dr. Niehoff

Herrn Gerhard Tausche, den Archivar der Stadt Landshut und Vorsitzenden des Historischen Vereins Niederbayern - Grüß Gott Herr Tausche

Herrn Benedikt Waldherr, den Vorstandsbeauftragten der KV Bayern für Niederbayern - Grüß Gott Herr Waldherr

Den Vertreter der Presse - Gruß Gott Herr Hagnhofer

Publikum

und natürlich die Hauptperson des heutigen Abends:

Frau Professor Dr. Dr. Christa Habrich, Außerordentliche Professorin für Geschichte der Medizin und Pharmazie der Ludwig Maximilian Universität München und Direktorin des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt - das Sie, nebenbei bemerkt, alle einmal besucht haben sollten. Grüß Gott Frau Professor

Frau Prof. Dr. Dr. Christa Habrich
Frau Prof. Dr. Dr. Christa Habrich

Sie wird uns über Doctores, Apotheker und Feldscherer, Heilkunst und Heilwissen um 1475 berichten.

Wenn sie, verehrte Gäste, den Hochzeitszug schon einmal gesehen haben, ist Ihnen bestimmt eine gewichtige Figur aufgefallen - ein älterer Herr von damals 58 Jahren, der schmerzgeplagt in einer von zwei kräftigen Rössern getragenen Sänfte sitzt. Er ist einer der mächtigsten, wichtigsten und auch reichsten Männer seiner Zeit, einer der großen Wittelsbacher, Herzog von Bayern-Landshut, Pfalzgraf bei Rhein usw. usw. Er gibt Niederbayern sein erstes Rechtsbuch - die Landesordnung - und er gründet 1472 - 3 Jahre vor dem Fest - in Ingolstadt die erste bayerische Universität, die später über Landshut nach München zieht. Es ist der Vater des Bräutigams der Landshuter Hochzeit: Ludwig der Reiche, ein typischer Fürst der damaligen Zeit, aufbrausend, jähzornig, übergewichtig. Ihn plagt das Zipperlein, die Podagra sticht wie mit Nadeln an den Füßen, die Gonagra lässt die Kniegelenke schmerzhaft anschwellen. Es ist die Gicht, eines der unter den reichen Königs- und Fürstenhäusern Europas am häufigsten vorkommendes Leiden.

Ja, liebe Pharmazeuten, Apotheker, Zahnärzte und Ärzte unter uns, - mit unserem Wissen der heutigen Zeit über den Gebrauch von Colchicin, dem Gift der Herbstzeitlose, über Diclofenac oder Allopurinol - auf Wanderschaft von Fürstenhof zu Fürstenhof hätte man sich eine goldene Nase verdienen können... Heute dagegen müssen wir uns mit DMPs und DRGs, mit EBM 2000 plus und flottierenden Punktwerten herumschlagen... Frau Prof. Habrich wird uns nun hören lassen, wie es um unsere Kunst um 1475 bestellt war.

VORTRAG (Siehe Anlage)

Publikum

Vielen Dank, verehrte Frau Prof. Habrich für Ihre sehr interessanten und amüsanten Ausführungen. Wir wollen Ihnen unsere Ehrerbietung und unseren Dank auf typische Landshuter Weise bezeugen und Ihnen zur Erinnerung an den heutigen Abend 3 kleine Geschenke überreichen:

ein von zarter Hand geflochtenes Kränzchen aus Buchs, einem immergrünen Gewächs, das generell als Zeichen der Liebe, Treue und Freundschaft gedeutet wird und das in Landshut seit über hundert Jahren als ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung gereicht wird

Publikum

einen kupfernen Hochzeitsbecher, aus dem Bier, aber auch Rotwein wie Weißwein - solange er nicht aus Landshut stammt - gleichermaßen gut schmeckt

und einem ideellen Geschenk, dass Ihnen der 2. Vorsitzende des ÄKV LA Herr Dr. Timmer darbringen wird, mit einem kräftigen "Himmel Landshut" - (Tausend Landshut) " "Himmel Landshut" - (Tausend Landshut) - " Himmel Landshut" - (Tausend Landshut) - "Halloooooo" - Vielen Dank!

LaHo Kostüm

Wenn Sie Fragen zum Vortrag haben, dürfen Sie diese ungeniert während des nun anschließenden Festschmauses an die Referentin stellen.

Publikum

Erlauben Sie mir zum Ende der Veranstaltung noch einige persönliche und organisatorische Dinge zu sagen:

Ich möchte mich bei allen im Hintergrund gebliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des heutigen Abends recht herzlich für ihr Engagement bedanken, ohne das eine Veranstaltung in diesem großen Rahmen nicht möglich wäre. Vielen Dank.

Ich wünsche Ihnen, die nun schon nach Hause gehen, einen kurzen Heimweg und eine geruhsame Nacht und Ihnen, die zum Essen bleiben, einen guten Appetit, guten Durst und einen schönen, harmonischen Abend und freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen allen bei einer der nächsten Veranstaltungen des Ärztlichen Kreisverbandes! Vielen Dank.

19.07.2005

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Dr. med. Eduard Wirths und seine Tätigkeit als SS-Standortarzt im KL Auschwitz

Referent und Dr. med. Werner Resch

Einleitung

60 Jahre Kriegsende

Übernächsten Sonntag, am 8. Mai 2005, jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum sechzigsten Mal. Nach 12 Jahren Nationalsozialistischer Herrschaft, nach dem 6 Jahre dauernden 2. Weltkrieg bekam Deutschland eine Chance für einen neuen, demokratischen Anfang — Und: sie wurde genutzt!

Am Anfang stand das Ende! Die deutschen Generäle hatten am 7. beziehungsweise in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 die Urkunden zur bedingungslosen Kapitulation unterzeichnet. Nachdem die alliierten Sieger vier Wochen später die oberste Regierungsgewalt in Deutschland übernommen hatten, war Deutschland nur noch ein geographischer Begriff: Der deutsche Nationalstaat, 1871 begründet durch Otto von Bismarck, war Geschichte….

Das war die Quittung für einen bis dahin in der zivilisierten Welt beispiellosen Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug. Die vormaligen Gegner verliehen damit ihrer Meinung Ausdruck, dieser Ausbruch von Gewalt sei nicht die Ausnahme, sondern die Regel in der deutschen Geschichte. Aus der Sicht des Jahres 1945 lag die Schlussfolgerung nahe, die deutsche Politik seit 1933 und der Krieg seit 1939 wären der Höhepunkt einer Entwicklung, deren Anfang bereits in der Reichsgründung lag, wenn er nicht schon mit dem Aufstieg Preußens zur Großmacht in der Zeit Friedrichs des Großen begonnen hatte….

Wenn man sich dieser Meinung anschloss, blieb keine andere Wahl: man musste nicht nur Hitler und sein Regime, sondern auch dieser Tradition ein Ende setzen und ihre wichtigste Institution, den deutschen Nationalstaat, zerschlagen.

Das war die Situation im Frühjahr 1945. Niemand hielt es damals für möglich, dass es nur vier Jahre später mit der Bundesrepublik einen ersten Teilstaat auf deutschem Boden geben könne und dass dieser, 10 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation, nicht nur außenpolitisch weitgehend souverän, sondern auch Mitglied der sicherheitspolitischen Bündnisse Europas sein würde.

Dass es so schnell dazu kam, lag nicht in erster Linie an Deutschland und den Deutschen selbst, sondern an den weltpolitischen Rahmenbedingungen: dem Beginn des "Kalten Krieges". Ohne den bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges sich abzeichnenden Konflikt der Weltanschauungen, hätten sich die Westmächte wohl kaum dazu durchgerungen, bis zum Mai 1949 auf dem Territorium der drei westlichen Besatzungszonen in Deutschland ein staatliches Gebilde zu installieren. So aber erhielten die Deutschen von Außen, wozu sie aus eigener Kraft nicht in der Lage gewesen wären: nach der Befreiung von der Hitler-Diktatur brachten die Alliierten dem Land die Demokratie. Und natürlich war es kein Zufall, dass das Grundgesetz schon in seinem ersten Artikel die Konsequenzen zog aus den Fehlern und Verbrechen der vorangegangenen Epoche: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt", heißt es in Artikel 1.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, verehrte Kolleginnen und Kollegen. Im Namen desÄrztlichen Kreisverbandes Landshut begrüße ich Sie als dessen Vorsitzender recht herzlich zum heutigen Abend mit einem etwas ungewöhnlichen Thema: der Auseinandersetzung mit dem Schrecken einer entmenschlichten Medizin.

Im Anschluss an den Nürnberger Prozess gegen die nationalsozialistischen Hauptkriegsverbrecher fanden von 1946 bis1949 zwölf Nachfolgeprozesse statt. Der erste davon war der sogenannte "Ärzteprozess" vor einem Amerikanischen Militärtribunal in der Zeit vom Dezember 46 bis zum Juli 47. Angeklagt waren Ärzte, die in der Zeit des Nationalsozialismus von sich aus oder / und im Auftrag der Wehrmacht, von Firmen, Organisationen und Institutionen Versuche am lebenden Menschen vorgenommen hatten. Die Urteile wurden am 20.8.1947 verkündet.

Publikum

Die Liste der Verbrechen, die Ärzte unter dem Deckmantel der Wissenschaft begingen, ist lang. Bei diesen sogenannten "Forschungsobjekten" handelte es sich um Menschenversuche mit Unterdruck und Unterkühlung, mit Meerwasser, Fleckfieber-Impfstoffen und Sulfonamiden, um die Zwillingsforschung, um die Auswirkung der Unterernährung um Knochentransplantationen und Phlegmonen, um Versuche mit Giftgasen wie Lost und Phosgen.

Dr. med. Werner Resch

Verhandelt wurde auch ein abstruses anthropologisches Projekt die sogenannte "Skelettsammlung der Reichsuniversität Straßburg", wofür Hunderte Juden ermordet wurden.

Kleines Theather Landshut

Es ging es um die Mitwirkung von Ärzten bei der "Euthanasie", der Ausmerzung unerwünschten Volkstums und um die Massensterilisation.

Alle diese sogenannten "medizinischen Experimente" wurden an jüdischen KZ-Häftlingen, an Erwachsenen und Kindern, an Kriegsgefangenen, Geisteskranken und Angehörigen von für minder wertvoll gehaltenen osteuropäischen Völkern vorgenommen.

Die Täter blieben nach dem Krieg oft unbehelligt und stiegen sogar in Führungspositionen der Medizin auf. Insbesondere die Führungsriege der Deutschen Forschungsgesellschaft wurde von diesen Ärzten gestellt, denn die grausamen Menschenversuche waren oft von der Vorläuferorganisation, der "Reichsforschungsgesellschaft" genehmigt und sogar gefördert worden. Der Vorsitzende dieser Gesellschaft war der Ihnen alle bekannte Professor Sauerbruch.

Dr. med. Werner Resch

Die damalige Elite der Medizin kann nicht von sich weisen, von den Versuchen gewusst zu haben, wurden doch deren "Ergebnisse" ohne Widerspruch auf medizinischen Kongressen präsentiert und teilweise begrüßt.

Man kann der Ärzteschaft der NS Zeit auch schlichtes finanzielles Interesse vorwerfen, das sie zur Unterstützung des Regimes mit seinen Rassegesetzen verleitete. Die "jüdische Konkurrenz" in der Medizin und Forschung wurde durch eben diese Gesetze quasi eliminiert. Andererseits waren die Berufsaussichten derer, die eine aktive Teilnahme an Menschenversuchen und am Euthanasieprogramm verweigerten, stark eingeschränkt.

Dr. med. Werner Resch

Sie werden jetzt vielleicht fragen, warum hat man zum Anlass des 60 jährigen Kriegsendes, einem Ereignis, dass uns eigentlich froh stimmen muss, nicht ein Thema gewählt, das die Ärzteschaft in einem guten, einem besseren Licht erscheinen lässt?

Gab es denn in dieser dunklen Zeit der Deutschen Geschichte nicht auch genügend Ärzte, die sich nichts zu Schulden kommen ließen, die getreu festhaltend an ihrem Hippokratischen Eid entweder in den Lazaretten an der Front oder auch in der Heimat still ihrer Hauptaufgabe nachkamen: Schmerzen linderten, Verwundete versorgten und Kranke heilten?

Ich versichere Ihnen, die meisten unserer damaligen Kollegen taten ihre ärztliche Pflicht! Aber davon spricht heute keiner mehr, denn das war ja der Normalfall. Wir haben für heute Abend - wie am literarischen Beispiel von Dr. Jekyll und Mr. Hyde - bewusst die andere, die dunkle Seite des menschlichen Wesens gewählt.

Verbinden wir deshalb mit dem heutigen Thema die Mahnung an die Studierenden der Medizin und alle Ärzte, in ihrem Handeln immer die Interessen des kranken Menschen höher zu achten, als die eigenen Karrieremöglichkeiten.

Referent und Dr. med. Werner Resch

Jeder in der Medizin Tätige muss seine Entscheidungen mit seinem Gewissen vereinbaren um in der heutigen Welt mit all den Möglichkeiten der modernen Medizin, wie Transplantationen, Klonen oder anderer genetischer Experimente eine fatale Fehlentwicklung vermeiden zu helfen.

Herr Kollege Dr. Beischl von der Schlossklinik Rottenburg hat vor kurzem am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Regensburg promoviert. In seiner Doktorarbeit beschrieb er die Tätigkeit des SS Arzt Dr. Eduard Wirths im KZ Auschwitz. Heute Abend wird er uns über die Ergebnisse seiner Nachforschungen berichten. Vielen Dank für Ihr Kommen, Ihr Interesse und fürs Zuhören

Artikel aus der Landshuter Zeitung, Mai 2005

Eduard Wirths (1909 - 1945) entwickelte sich innerhalb weniger Jahre vom Medizinstudenten zu einer der Schlüsselfiguren des Vernichtungsapparates im KL Auschwitz. Wirths wurde am 4. September 1909 als Sohn eines mittelständischen Unternehmers im unterfränkischen Geroldshausen, nahe Würzburg, geboren. Noch während des Studiums trat er in die NSDAP, die SA und später die SS ein. Am Ende seines Studiums war Wirths als Medizinalpraktikant - heute Praktisches Jahr (PJ) - u.a. im Thüringischen Landesamt für Rassewesen. Zu seinen Tätigkeiten gehören die erbbiologische Sippschaftsforschung und rassenbiologische Begutachtung von Siedlern. Hier wurde erstmals die Verinnerlichung der nationalsozialistischen Rassenideologie deutlich. Auch während der Zeit seiner Berufstätigkeit engagierte sich Wirths in Nationalsozialistischen Organisationen. Wirths war Mitglied im Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund (NSDDB), in dem er kurzzeitig eine leitende Funktion inne hatte und ferner war er Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes (NSDÄB).

Im September 1939 begann die militärische Ausbildung und Laufbahn Wirths'. Mit Kriegsbeginn war Wirths Mitglied der Waffen-SS. Mit der 6. SS-Gebirgsdivision "Nord" war er am deutschen Überfall auf die Sowjetunion, dem sogenannten "Russlandfeldzug", beteiligt. Sein Fronteinsatz endete im April 1942. Er wurde aus gesundheitlichen Gründen zur Inspektion K.L., also zu jener Formation, die für die Aufrechterhaltung des Konzentrationslagerbetriebes zuständig ist, versetzt. Sein Dienstgrad lautete zu diesem Zeitpunkt SS-Obersturmbannführer. Zunächst war Wirths Lagerarzt im KZ Dachau und 1. Lagerarzt im KZ Neuengamme. Im Anschluss daran wurde Wirths Standortarzt des KZ Auschwitz. Er trat seinen Dienst dort am 06.09.1942 an und bekleidete diese Funktion bis zur Evakuierung des Lagers am 17.01.1945.

Seuchenbekämpfung

Seine Aufgabe in Auschwitz war zunächst die Eindämmung von Seuchen unter den Häftlingen und innerhalb der Wachmannschaften. Epidemien wie Fleckfieber oder Typhus legten die ökonomische Funktion von Auschwitz teilweise monatelang lahm. Die Geschäftspartner der SS in der Industrie forderten Schadenersatz für nicht erbrachte Leistungen. Selbstverständlich war die Eindämmung der Seuchen auch im Interesse der Häftlinge. Wirths entwickelte auf dem Gebiet der Seuchenbekämpfung ein außergewöhnliches Engagement. Neben den genannten Motiven spielte bei Wirths - zumindest zu Beginn seiner Tätigkeit - auch Mitleid mit den Häftlingen eine Rolle. Er setzte sich für hygienische und bauliche Verbesserungen ein und scheute auch die Gegnerschaft der politischen Abteilung im Konzentrationslager nicht. In diesem Zusammenhang muss die Rolle des österreichischen Kommunisten und Häftlings von Auschwitz - Hermann Langbein - gewürdigt werden. Er gewann als Häftlingssschreiber des Standortarztes Einfluss auf Wirths und nutzte dies mit großem Mut und in Zusammenarbeit mit der internationalen Lagerwiderstandsbewegung zum Wohle seiner Mitgefangenen.

Selektionen

Im Gegensatz dazu entwickelte sich Wirths rasch zum verantwortlichen Organisator der Selektionen der aus ganz Europas deportierten jüdischen Häftlinge, erstellte die Dienstpläne für den "Rampendienst" und sorgte dafür, dass nur Ärzte selektierten. Nur zu Beginn seiner Tätigkeit in Auschwitz ist eine ablehnende Haltung zu erkennen. In einem späteren Verhör versucht Wirths die Notwendigkeit der Selektionen quasi aus der Sicht eines "Betriebsarztes" zu erklären Darüber hinaus nahm er auch selbst am "Rampendienst" teil und überwachte den "Erfolg" der anschliessenden Vergasung der als 'nicht arbeitsfähig' eingestuften Juden. Mit dieser Tätigkeit trägt Wirths einen großen Teil der Verantwortung des millionenfachen Mordes an Häftlingen des KZ Auschwitz. Frau Ilse Korn - Häftlingsnummer 62.503 - gibt zu Protokoll: "Der SS-Standortarzt Dr. Wirths suchte von 1200 Menschen 90 Frauen aus meinem Transport aus und wir kamen dann in die 'Sauna' nach Auschwitz, wo wir uns nackt entkleiden mussten und der Herr 'Kommandant Schwarz' uns begutachtete. Wir wurden rasiert, völlig kahl geschoren, wurden dann mit einer beißenden Flüssigkeit eingespritzt, mussten dann unter die warme Dusche, da die 'Säue' ja dreckig waren ... . Wir kamen dann in den 'Block 10' ... ."

Wirths hat im Auftrag der Pharmaindustrie und aus eigenem Antrieb Experimente an Menschen in Auschwitz durch geführt. Die Firma Bayer aus Leverkusen, die damals dem IG Farben-Konzern angehörte, ließ an Häftlingen bis dahin nicht in Umlauf befindliche Medikamente an Häftlingen testen. Zum Teil wurden Häftlinge dazu gezielt mit Fleckfieber infiziert. Wirths gehörte zu den Ärzten, die die Experimente durch führten. Darüber hinaus kauften Industriebetriebe regelrecht menschliche "Versuchskaninchen" aus den Konmzentrationslagern. Folgender Briefwechsel zwischen dem Lagerkommandanten in Auschwitz und Bayer Leverkusen veranschaulicht dies auf bedrückende Weise: "Bezüglich des Vorhabens von Experimenten mit einem neuen Schlafmittel würden wir es begrüßen, wenn Sie uns eine Anzahl Frauen zur Verfügung stellen würden (...)" - "Wir erhielten Ihre Antwort, jedoch erscheint uns der Preis von 200 RM pro Frau zu hoch. Wir schlagen vor, nicht mehr als 170 RM pro Kopf zu zahlen. Wenn Ihnen das annehmbar erscheint, werden wir Besitz von den Frauen ergreifen. Wir brauchen ungefähr 150 Frauen (...)" - "Wir bestätigen Ihr Einverständnis. Bereiten Sie für uns 150 Frauen in bestmöglichem Gesundheitszustand vor (...)" - "Erhielten den Auftrag für 150 Frauen. Trotz ihres abgezehrten Zustands wurden sie für zufriedenstellend befunden. Wir werden Sie bezüglich der Entwicklung der Experimente auf dem laufenden halten (...)" - "Die Versuche wurden gemacht. Alle Personen starben. Wir werden uns bezüglich einer neuen Sendung bald mit Ihnen in Verbindung setzen (...)"

Nach der Evakuierung von Auschwitz ist die Spur Wirths' nicht mehr exakt nachvollziehbar. Sein Weg führt ihn durch verschiedene Konzentrationslager in Deutschland. Im September 1945 wurde Wirths von der britischen Armee verhaftet und verhört. In der folgenden Nacht beging Wirths einen Selbstmordversuch, an dessen Folgen er am 20.09.1945 verstarb.

Fazit

Die Biografie von Eduard Wirths, der von den meisten Menschen aus seiner Umgebung - auch von Häftlingen - als Mensch mit guten Charaktereigenschaften beschrieben wird, ist nicht die Biografie eines "psychopathischen" Mörders oder in irgend einer Weise krankhaft veranlagten Triebtäters. Es ist die Biografie eines Mediziners, der während der nationalsozialistischen Herrschaft den Antisemitismus und die Rassenideologie zunehmend verinnerlichte. Dadurch und durch sein opportunistisches Verhalten stand ihm eine Karriere innerhalb des Systems offen. Wirths ging nicht freiwillig als SS-Arzt in die Konzentrationslager, wie etwa Mengele, aber als er nach Auschwitz versetzt wurde, nutzte er die Möglichkeiten, die sich ihm boten. Mehrfach werden auch Widersprüche deutlich. Wirths war zunächst ein Gegner der Selektionen und von mehreren Häftlingen werden auch positive Taten Wirths' bezeugt. Letztendlich aber blieb Wirths bis zuletzt loyal gegenüber dem faschistischen System und trug an verantwortlicher Stelle zum Gelingen des größten Massenmord-Projektes der Neuzeit - dem präzedenzlosen industrialisierten Mord an den europäischen Juden, den Sinti und Roma, und vieler Antifaschisten aller europäischen Länder bei.

05.05.2005

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Mitgliederversammlung Ärztlicher Kreisverband Landshut
am 20. April 2005 - 19.30 Uhr, Bernlochner Stadtsäle Landshut

Dr. med. Werner Resch
Dr. med. Werner Resch

Begrüßung

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
Die Mitgliederversammlung des Ärztlichen Kreisverbandes Landshut ist eröffnet. Ich begrüße Sie alle recht herzlich und danke Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen, mit dem Sie Ihr Interesse an Berufspolitik, an Ihrem Ärztlichen Kreisverband und an der Arbeit Ihrer Vorstandschaft bekunden.

Zum Protokollführer des heutigen Abends ernenne ich Herrn Dr. Zolinski, der auch in den Vorstandssitzungen die Protokolle schreibt.

Ich stelle fest, dass die Versammlung laut Paragraph 8 (1) der Satzung, fristgerecht einberufen wurde und dass damit auch Beschlussfähigkeit der Versammlung besteht, da bei ordnungsgemäßer Einberufung Beschlussfähigkeit ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden besteht.
Die Tagesordnung liegt Ihnen schriftlich vor. Bitte tragen Sie sich alle in eine der ausliegenden Anwesenheitslisten ein.

Totenehrung

Einem alten Brauch zufolge gedenken wir zu Beginn der Mitgliederversammlung der Verstorbenen des letzten Verbandsjahres.
Wir gedenken:

Dr. med. Emmerich Schnur,
geb. 16.02.1919, verst. am 27.05.2004, 85 Jahre, war als Prüfarzt bei der LVA Landshut tätig, ab 01.03.1985 im Ruhestand

Dr. med. Heinrich Härtl,
geb. 08.11.1910, verst. am 19.07.2004, 94 Jahre, war seit 1947 in einer Praxis in Ergoldsbach als Allgemeinmediziner tätig, ab 01.01.1999 im Ruhestand.

Dr. med. Leo Jordan,
geb. 23.03.1915, verst. am 10.11.2004, 89 Jahre, Internist in Thüringen, zog nach seiner Pensionierung im Jahre 1992 nach Landshut.

Dr. med. Karl Heinz Arnold,
geb. 10.07.1956, verst. am 29.11.2004, 48 Jahre, war bis zu seiner Erkrankung 2003 am Kreiswehrersatzamt in Deggendorf beschäftigt.

Dr. med. Eugen Willeitner,
geb. 27.03.1932, verst. am 03.02.2005, 72 Jahre, war früher in Ergoldsbach und seit 1971 in Landshut als Allgemeinarzt tätig, ab 1998 im Ruhestand.

Dr. med. Helmuth Brunner,
geb. 07.03.1925, verst. am 08.02.2005, 79 Jahre, war seit 1957 als Nervenarzt in Landshut tätig, ab 1996 im Ruhestand.

Sie haben sich zu Ehren der Verstorbenen von Ihren Plätzen erhoben, ich danke Ihnen.

Publikum

Bericht des ersten Vorsitzenden

Entwicklung der Mitgliederzahlen

Stand am 22.03.2003 878 Mitglieder, am 22.03.2004 869 Mitglieder am 22.03.2005 920 Mitglieder, was daran liegt, dass die Kolleginnen und Kollegen, die früher als AIP geführt wurden nun zu "vollwertigen " Mitgliedern geworden sind. Die beiden größten Mitgliedergruppen sind nach wie vor die der niedergelassenen Ärzte, Werksärzte, leitenden Ärzte und Medizinaldirektoren, sowie der angestellten Ärzte.

Fortbildungen

21.4.2004
Mitgliederversammlung und Vortrag über die zivilrechtliche Haftung des Arztes - Bayerische Versicherungskammer
75 Teilnehmer

12.5.2004
Evidenzbasierte Diagnostik und Therapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung - Prof. Dr. Michael Pfeifer, LVA Klinik Donaustauf
91 Teilnehmer

16.6.2004
Sportmedizinische Aspekte in der Rock- und Popmusik - Dr.Michael Stachow, Johanniterkh. Geesthacht
60 Teilnehmer

21.7.2004
Probleme bei der Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose - Prof. Dr. Peter Herzer, München
118 Teilnehmer

22.9.2004
Behandlungsstrategien bei Herzinsuffizienz - Prof. Dr. Helmut Drexler, Hannover
92 Teilnehmer

20.10.2004
Hauterkrankungen in der täglichen Praxis - Prof. Dr. Michael Landthaler, Regensburg
151 Teilnehmer

24.11.2004
Reisemedizin aktuell - Neuigkeiten aus der Reise u. Impfmedizin - Prof. Dr. Thomas Löscher, München
102 Teilnehmer

15.12.2004
Laparoskopische Eingriffe am Colon - Dr. Luwig Woidy, Landshut
59 Teilnehmer

19.01.2005
Aktuelle Aspekte der medikamentösen Schmerztherapie - Prof. Dr. Edgar Pscheidl, Landshut
123 Teilnehmer

16.02.2005
Diagnostik und Therapie bei arterieller Hypertonie - Prof. Dr. Krämer, Regensburg
102 Teilnehmer

16.03.2005
Vom Jäger und Sammler zumTyp II Diabetiker - Dr. Nicolai Worm, Berg
108 Teilnehmer

Gesamt-Teilnehmer:
1081

Referent

Sonderveranstaltungen

13.07.2005
800 Jahrfeier Stadt Landshut - 800 Jahre Medizingeschichte
Ärzte-Bürger-Herzöge - Dr.med. Mößmer
Hlg.Kreuzkirche am HCG - Landshut

23.10.2004
2. Benefizkonzert für Unicef - Niederbayer. Ärzteorchester
Musikschule Landshut

27.11.2004
9. Niederbayer. Ethiktagung "Auch mein Wille geschehe"
Histor. Rathaussaal Straubing

27.02.2005
Jazz-Brunch - "Get Together" - mit Apothekern, Ärzten und Zahnärzten
Axthaler-Keller, Landshut

Im Berichtsjahr vom April 2004 bis zum März 2005 hat der Ärztliche Kreisverband insgesamt 10 große monatliche Fortbildungsveranstaltungen mit interessanten und wichtigen Themen für Sie veranstaltet. Die Fortbildungen waren durchwegs gut besucht (insgesamt 1081 Teilnehmer) und auch der sich an die Fortbildungen anschließende, gesellschaftliche Gedankenaustausch kam dabei nicht zu kurz.

Für das Jahr 2005/2006 sind mit Ausnahme des August 2005 wieder monatliche Fortbildungen, quer durch alle Interessen-und Fachgebiete der Medizin angesagt. Ich danke auch diesmal wieder unserem Fortbildungs- beauftragten Herrn Prof. Holstege für die bisher geleistete Arbeit und hoffe, dass er trotz vieler anderweitiger Verpflichtungen sein Amt weiter so gut ausübt, wie in den letzten beiden Jahren.

Die monatlichen Veranstaltungen werden ergänzt durch weitere, in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband organisierte Fortbildungen und durch die bekannten Qualitätszirkel.

Neu sind seit 2004 die ebenfalls sehr gut besuchten, gesellschaftlichen Veranstaltungen, die ich Ihnen im Rückblick auf 2004 und im Ausblick auf 2005 zeige.

Heute in 8 Tagen zum 60 jährigen Gedenken an das Kriegsende 1945 und während der LaHo die Veranstaltung mit Frau Professor Habrich (siehe Homepage - Fortbildungen)

Im November 2005 wird dann wieder in Straubing in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Straubing, dem Ärztlichen Bezirksverband Niederbayern sowie dem Ärztlichen Kreisverband Landshut die überregionale Ethiktagung stattfinden, die ja bekanntlich meine Vorgängerin im Amt, Frau Kollegin Fick, schon traditionell in bewährter Manier organisiert, vorbereitet und abhält. Vielleicht merken Sie sich bereits vor: 19.11.05 Ethiktagung in Straubing.

Ansonsten war der erste Vorsitzende auch nicht unbedingt untätig:
Die Vorstandsmitglieder trafen sich zu 3 Vorstandssitzungen, in denen einige wichtige Beschlüsse gefasst wurden.

Ich nahm an 3 Vorstandssitzungen und an der Mitgliedervollversammlung des Ärztlichen Bezirksverbandes Niederbayern in Straubing teil.

Nahezu jeden Mittwoch hielt ich, wie versprochen eine Sprechstunde von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr in den Räumen des ÄVK in Landshut ab, die teilweise auch gut frequentiert war.

Auf Ihren Wunsch hin habe ich auch die Quartalsbriefe weitergeführt und hoffe, dass Sie in dieser Form damit einverstanden sind. Zumindest habe ich bisher nichts Negatives aber auch nicht Positives darüber gehört.

Zur zeitlichen Mitte meiner Tätigkeit als Vorsitzender, also im Herbst 2005, werden wir noch mal eine Fragenbogenaktion durchführen, um unser Ohr näher am Puls der Mitglieder zu haben.

Im Januar 2005 habe ich alle mit Fortbildungen zu tun habenden Kolleginnen und Kollegen zu einer Fortbildungskoordinationssitzung eingeladen. Es wurde dort beschlossen, dass alle im Bereich des ÄKV Landshut stattfindenden Fortbildungen auf der Homepage des ÄKV Landshut chronologisch aufgeführt werden, wenn sie vorher per e-mail dem ÄKV Landshut gemeldet werden. Dazu wurde die Homepage etwas umgestellt.

Weitere Themen, mit denen sich der ÄKV Landshut demnächst beschäftigen wird sind:

Beitragsberechnung (Vorschlag der Kammer, die Höhe des Beitrags zum Kreisverband wie den Kammerbeitrag selbst nach der Höhe des zu versteuernden Einkommens zu berechnen)

Zusammenlegung von Kreisverbänden (um Verwaltungskosten zu sparen)

Ärztlicher Notfall-Bereitschaftsdienst in den KKH,

Qualitätsmanagement in den Praxen (Abhaltung von selbstorganisierten Kursen am Praxisrot)

Neue Modalitäten der Qualitätszirkel

Seit dem Erscheinen der neuen QZ Grundsätze der KV Bayerns, die am 01.04.2005 in Kraft getreten sind, steht bei mir das Telefon nicht mehr still und ich erhalte täglich Protestbriefe von erfahrenen QZ-Moderatoren. Exemplarisch will ich Ihnen einen davon zur Kenntnis bringen, trifft er doch meines Erachtens den Nagel auf den Kopf:

Zitat Mit Erstaunen habe ich am Wochenende die 40 Seiten redundantes Papier der KV gelesen. War es bisher eine ehrenamtliche, dem privaten Engagement überlassene Organisation für Kollegen, so entpuppen sich die QZ nun als bürokratisches Monster mit Befehlen und Dienstanweisungen. Ich denke, so kann es nicht weitergehen. Wir sind es leid, nur noch Papier und Listen auszufüllen, unter dem Vorwand "Qualität " zu produzieren. Qualität wird am Arbeitsplatz am Patienten geleistet und nicht durch das Sammeln sinnentleerter Papiervordrucke und überholter Slogans. Denn: "Arbeitszeit ist Leistungszeit "

Anschaffungen

Wir haben im Berichtsjahr nur ein neues Telefon, das Lieblingsarbeitsgerät von Frau Wachter, gekauft. Für das kommende Jahr sind keine größeren Neuanschaffungen geplant.

Kassenbericht und Rechnungsabschluss per 31.03.05

Im genannten Zeitraum wurden insgesamt eingenommen: 62.358 Euro, ausgegeben wurden 89.744 Euro, was eine Unterdeckung von 27.386 Euro ergibt. Das Endvermögen vom 31.03.2005 wird um diesen Betrag gemindert, so dass es nur noch 7.415 Euro beträgt.

Zum Voranschlag 2005/2006

Als Einnahmen haben wir kalkuliert: 87242 Euro, an Ausgaben diesmal nur 74445 Euro, was einen Überschuss von 12797 Euro bewirken wird, so dass das Endvermögen am 31.03.2006 wieder deutlich auf 20212 ansteigt.

Bericht der Kassenprüfer

Frau Kollegin Dr. Wiedemann und Herr Kollege Dr. Dressler haben sich bereit erklärt, als Kassenprüfer zu fungieren. Sie haben ihres Amtes gewaltet und die Kasse geprüft, ich bitte Sie deshalb, die Berichte vorzutragen.

Entlassung der Vorstandschaft

Aus der Versammlung heraus muss der Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft gestellt werden. Danach wird abgestimmt, ob die Vorstandschaft entlastet wird:

Ja stimmen:

Nein stimmen: keine

Stimmenthaltungen: anwesende Vorstandsmitglieder

Feststellung der Entlastung der Vorstandschaft

Haushaltsplan 2005/2006

Auflegen der Exceltabelle und Erklärung der beiden letzten Spalten. Genehmigung des Haushaltsplanes durch die Mitgkiederversammlung ohne Nein-Stimmen mit 1 Enthaltung

Anträge

Bisher ist beim Kreisverband ein schriftlicher Antrag eingegangen:
Der neue Chefarzt der 2.Medizinischen Klinik am Klinikum Landshut Herr Prof. Dr.med. Stefan Holmer möge sich der Versammlung vorstellen. Ich habe ihn deshalb hierher eingeladen und bitte ihn, sich kurz vorstellen.
Verschiedenes, Mitteilungen und Fragen.

Frage zur Praxisgebühr

Die Praxisgebühr war für die Kassen ein voller Erfolg. Sie hat im Jahr 2004 den Kassen einen Betrag von 1,5 Mrd. Euro eingebracht und die Zahl der Arztbesuche um 9% reduziert. Ein Versäumnis des Gesetzgebers war es, die Beitreibung der Gebühr gesetzlich unangreifbar zu regeln. Das Düsseldorfer Sozialgericht stellte in seinem Urteil vom 22.03.2005 fest: die Praxisgebühr kann zwar vom Patienten eingetrieben werden, nicht aber die fälligen Mahn-, Porto- und Gerichtskosten. Somit müsste die zuständige KV ca. 150.-- € ausgeben, um die 10 € Praxisgebühr für die Krankenkasse zu erstreiten! Nach Angabe der KBV blieben bisher etwa 337 000 Patienten die Praxisgebühr schuldig. Würde man in allen diesen Fällen den Rechtweg beschreiten, würden ca. 50 Mio. € Kosten anfallen, um die ausstehende Summe von 3,37 Mio. € einzutreiben. Die alleinigen Nutznießer dieser Tatsache sind die Krankenkassen: sie ziehen die 3,37 Mio. € von der Gesamtvergütung an die Kassenärzte einfach ab. Diesen Zustand gilt es schnellstens zu beseitigen: die Kassen müssen für die Eintreibung der Praxisgebühr bei ihren säumigen Mitgliedern selbst sorgen!

Schlussbemerkungen

Ich danke Ihnen für Ihr heutiges Kommen und für Ihre konstruktive Mitarbeit. Ich hoffe, Sie auch im nächsten Jahr wieder so zahlreich und vor allem gesund wieder zu sehen.

Ich wünsche Ihnen bis dahin allen ein erfolgreiches Jahr in beruflicher und auch in privater Hinsicht.

Lassen Sie sich durch zunehmenden Bürokratismus in unserem Land und in unserem Beruf nicht die Freude und den Idealismus an Ihrer Arbeit nehmen.

Ich übergebe nun das Wort an den Fortbildungsbeauftragen Herrn Prof. Holstege, der Sie wie immer in bewährter Weise in die Fortbildungsthematik des heutigen Abends einführen wird.

Vielen Dank fürs Zuhören

Referent

Fortbildungsvortrag

Prof.Dr. med. Gernot Authenrieth - ehemals Klinikum Landshut - Das metabolische Syndrom an Hand eines Fallbeispiels.

23.04.2005

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Get Together
Jazzbrunch am 27.02.2005 im Axthaler Keller

Jazzband
Die Band "JOY of JAZZ"

Begrüßungsrede des 1. Vorsitzenden des ÄKV Landshut beim Jazzbrunch am 27.02.2005 Axthalerkeller in Landshut:

Früher stand es in jeder Telefonzelle: "Fasse Dich kurz!" Obwohl es fast keine Telefonzellen mehr gibt und die Telefongespräche, vor allem unserer Kinder und ganz im Sinne der Telekom, immer länger dauern, möchte ich mich mit meinen Begrüßungsworten daran halten.

Liebe Apothekerinnen, liebe Apotheker,
liebe Zahnärztinnen und Zahnärzte,
sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen,
meine Damen und Herren,
liebe Musiker, liebe Kinder.

Übersicht Axthalerkeller

Ich begrüße Sie im Namen des ärztlichen Kreisverbands Landshut recht herzlich zum Jazzbrunch im Axthaler Keller und wünsche Ihnen allen einen "Guten Morgen!"

Es freut mich außerordentlich, dass Sie alle bei diesen Wetterverhältnissen so zahlreich gekommen sind. Dadurch stoßen die Räumlichkeiten hier im Keller zwar an ihre Grenzen und wir müssen etwas enger zusammenrücken. Das trifft aber genau das Motto des heutigen Treffens "GET TOGETHER" womit das engere Zusammenrücken aller Medizinalberufe in Landshut gemeint ist.

Weitere Übersicht Axthalerkeller

Wir haben bei der Organisation des heutigen Vormittags bewusst auf ein Sponsoring verzichtet. Wenn Sie sich umblicken und dies alles hier so sehen, verstehen Sie sicher unschwer, dass wir mit unserem niedrigen Unkostenbeitrag von 10 Euro an die Grenzen der Finanzierung (schon wieder "Grenzen") eines solchen "Events" stoßen. Wir dachten uns deshalb, dass Sie, wenn es Ihnen gefallen hat, uns eine Spende in den Kasten am Ausgang werfen und wir das eventuell übrig bleibende Restgeld, nach Abzug aller Unkosten, einem guten Zweck in LA zuführen werden.

Bevor nun die Musik weiter aufspielt und das Buffet eröffnet wird, lassen Sie mich kurz noch einige Worte des Dankes an alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Ihnen einige organisatorische Dinge sagen:

Bedienen Sie sich soweit wie möglich selbst. Um größere Stauungen zu vermeiden, werden Sie zu Anfang tischweise ans Buffet bitten.

Sie dürfen alle soviel essen, wie Sie wollen. Sie dürfen alle soviel trinken, wie Sie vertragen.

Genießen Sie die Musik, die Kollege Rossmann und die Band "JOY of JAZZ" für Sie spielen, denken sie beim Anblick der Primeln, Osterhasen und -lämmer an den kommenden Frühling, amüsieren Sie sich, führen Sie gute Gespräche oder lassen Sie ganz einfach die Seele baumeln, dann hat die heutige Veranstaltung Ihren Zweck erfüllt.

Ich wünsche Ihnen dazu viel Vergnügen und einen guten Appetit...

13.03.2005

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Fortbildungs-Koordinationssitzung
Bericht und Ergebnisse von der Fortbildungs-Koordinationssitzung des Ärztlichen Kreisverbandes Landshut vom 13.01.05

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

zunächst möchte ich mich bei allen, die persönlich an der Sitzung teilnahmen, herzlich für Ihr Kommen bedanken. Natürlich möchte ich mich auch bei allen Kolleginnen und Kollegen die aus terminlichen Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen konnten und sich entschuldigt haben, für Ihr Interesse an der Thematik und dem Willen zur Kooperation bedanken. Zudem möchte ich auch allen anderen Kolleginnen und Kollegen, die nicht an der Sitzung teilgenommen haben, die Ergebnisse dieser Besprechung mitteilen und Sie um Kooperation bitten.

Es wurde vereinbart, dass die Fortbildungsveranstaltungen in Landshut und Umgebung sowie auch die Qualitätszirkel im Einzugsbereich des Ärztlichen Kreisverbandes Landshut Stadt und Land koordiniert werden sollen. Dazu muss die Homepage des ÄKV Landshut etwas umgestellt werden. Die Homepage ist zu erreichen unter http://www.aekv-landshut.de

Auf der Homepage sollen alle im Bereich des ÄKV Landshut stattfindenden Fortbildungen und Qualitätszirkeltreffen demnächst in chronologischer Form verankert werden.

Der ÄKV Landshut hat dazu eine neue E-Mailadresse geschaffen, unter der sie künftig ihre geplanten Fortbildungen an den ÄKV melden können, damit dieser diese Fortbildungs- oder Qualitätszirkeltermine auf die Homepage stellen kann.

Die E-Mailadresse lautet: Yfobi@aekv-landshut.de

Unter der Rubrik Termine und Fortbildungen auf der Homepage des ÄKV Landshut werden also dann demnächst ihre gemeldeten Fortbildungen erscheinen. Zur besseren Kenntlichmachung werden die monatlichen Haupt-Fortbildungen des ÄKV selbst mit rötlicher Farbe unterlegt, die Qualitätszirkeltreffen werden mit gelber Farbe unterlegt, und alle weiteren Fortbildungen oder sonstigen Veranstaltungen werden in einem dezenten Grün gestaltet werden (Verkehrsampelprinzip).

Die Umgestaltung der Homepage wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, da unser Webmaster, Herr David Wittmann, derzeit mit Prüfungen an der Uni beschäftigt ist. Bis Ende Februar 2005, d.h. genau ab 01.03.05 wird die Rubrik dann Termine und Fortbildungen sicher neu organisiert Melden Sie also bitte an die obige E-Mailadresse alle Ihre demnächst geplanten Fortbildungen, am besten einheitlich mit folgenden Spalten: Datum, Uhrzeit, Ort der Veranstaltung, Thema der Veranstaltung, Referent oder Veranstalter und Hinweise.

Wir werden dann die Fortbildung in dieser Form auf die Homepage stellen. Datum und Uhrzeit sollten vorher von Ihnen abgeglichen werden, ob nicht am selben Tag bereits andere Veranstaltungen gemeldet sind. Die Homepage wird wöchentlich min. 1 x aktualisiert. Wenn Sie bereits jetzt Ihre Veranstaltungen oder Termine für das ganze Jahr eintragen wollen, können Sie das auch selbstverständlich tun. Falls Thema und Referent noch nicht bekannt sind, Sie aber den Termin schon wissen, tragen Sie einfach "NN " ein. Unter der Rubrik Thema sollte eine kurze Erläuterung des Themas stehen, der Referent sollte genannt werden, wer den Vortrag oder den Qualitätszirkel leitet, natürlich sollte auch der Ort angegeben werden, an dem die Veranstaltung stattfindet. Unter Hinweise könnte man einen Link zu der E-Mail Adresse des Veranstalters einbauen oder andere, beliebige Hinweise geben. Fortbildungspunkte werden nicht in das Schema integriert. Wenn Sie sich an dieses Schema halten, bereitet uns das Ganze natürlich weniger Arbeit.

Bei Fragen und für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen natürlich selbstverständlich gerne zur Verfügung, entweder telefonisch im Kreisverband oder auch per E-Mail an den ÄKV Landshut.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Ihr


Werner Resch
FA - Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut

17.02.2005

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