1. Quartalsbrief 2006, Januar-März Freitag, den 31.3.2006, 15:35

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

Der Frühling und das Osterfest stehen vor der Tür, die Tage werden wieder länger, nicht nur weil wir auf die Sommerzeit umgestellt haben. Nach dem langen, schneereichen Winter tut uns allen etwas Sonne gut.

Die Musikalische Soiree am 12.März 2006 war, wie schon die Literarische Matinee, leider nicht besonders gut besucht. Nur etwa 60 Gäste fanden sich am Sonntagnachmittag in der wunderschön renovierten Heilig Kreuz Kirche zum Konzert des medizinischen Nachwuchses ein. Wiederum waren alle, die gekommen waren, sehr angetan vom Können der jungen Musiker und diese können auch sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie auf der HP des ÄKV LA unter „Presse und Fotos“. Ich finde es sehr schade, dass diese beiden gesellschaftlichen Veranstaltungen von Ihnen nicht so gut angenommen wurden, bereitet doch die Vorbereitung, Organisation und Durchführung eines solchen „Events“ erhebliche Mühe und Zeitaufwand. Vielleicht ist eben klassische Musik, wie auch Lyrik nicht jedermanns Sache, auch oder gerade wenn Sie vom Nachwuchs vorgetragen wird oder aus einer Kollegenfeder stammt? Vielleicht war der falsche Zeitpunkt gewählt? Ist der Sonntag dem deutschen Arzt heilig? Oder sind Lyrik und Musik nicht die Art Veranstaltung, die Sie möchten? Ich wäre sehr froh darüber, wenn Sie mir zu diesem Thema für etwaige weitere Planungen Ihre Meinung wissen ließen. Es war auf alle Fälle einen 2. Versuch wert und die Hoffnung soll man bekanntlich nie aufgeben.

Die Laienfortbildungsreihe "Schulmedizin im Gespräch", wird nun in Zusammenarbeit mit der AOK Landshut fortgesetzt. Die Versicherten werden dazu von der Kasse eingeladen, Sie erhalten Plakate für die Praxen und Flyer, die an Patienten verteilt werden können. Die Vorträge finden in der AOK Landshut statt und sind für die Besucher (auch nicht AOK Versicherte können natürlich daran teilnehmen) kostenlos.

Fortbildungsveranstaltungen ÄKV LA 2006 - Bernlochner Stadtsäle LA – 19.30 Uhr:

  • 26.04.06 - Dr. Reiner Riezler, Münster spricht nach der jährlichen Mitgliedervollversammlung über "Die Rolle des Homocysteins bei der Entstehung der Arteriosklerose" - Zur Mitglieder-versammlung sind Sie alle herzlich willkommen. Sie erhalten Sie in der Anlage die Einladung mit den TOP
  • 10.05.06 - Radiologie im Wandel der Zeit – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - 20 Jahre Radiologie Mühleninsel – Referate u.a. zu Strahlentherapie, Thorax, Abdomen und Neuroradiologie - Beginn 18.00 Uhr
  • 21.06.06-Diuretika: Indikationen und Komplikationen - Prof. Dr. Mann
  • 19.07.06 - ADS im Kindheits- und Erwachsenenalter - CA Dr. von Aster, BKK Landshut
  • 20.09.06 - Supportive Betreuung von Patienten mit Tumorerkrankungen - Frau B. Kempf
  • 18.10.06- Aktuelles aus der Hepatologie - Frau PD Dr. Cornelia Gelbmann
  • 15.11.06-Therapie und Diagnostik von Schlafstörungen - Dr. Zimmermann/Dr.Geisler -
  • 13.12.06- Diagnostik und Therapie der Obstipation - Prof. Dr. J. Schölmerich

Bringen Sie bitte zukünftig zu allen Fortbildungsveranstaltungen Ihre Fortbildungsausweiskarte oder einen Barcode-Aufkleber mit. Sie erhalten übergangsweise Ihre Fortbildungspunkte auch noch in Papierform. Den Qualitätszirkelmoderatoren bieten wir von Seiten des ÄKV an, die Barcode Aufkleber Listen für Sie einzuscannen. Qualitätszirkel und Arbeitskreise: Neu gegründet wurden: QZ für Pneumologie. Auskunft bei Dr. H. Prelicz (0871/2764920) oder Herrn G. Steinkirchner (0871/44300). – QZ für Onkologie Auskunft bei Frau Dr. Vehling-Kaiser/Dr. Greif (0871/275381) - Facharbeitskreis Sucht (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft LA) mit Aufgabengebieten:. Kundenorientierung, Anpassung oder Erweiterung von Hilfsangeboten, Förderung der Zusammenarbeit, Entwicklung eines Vernetzungsmanagements unter QM Bedingungen. Hausarztmitarbeit dringend gewünscht (90 % aller Alkohol- und praktisch alle Medikamentenabhängigen suchen einen Hausarzt auf). Treffen am 03.05.2006 - 13.30 bis 15.00 Uhr im NBKH Landshut Prof. Buchner Str. 22

Neu im Kreisverband: Gesundheitsamt LA: Der leitende MD Dr. Werner Heil wurde in den Ruhestand verabschiedet. Wir wünschen ihm noch viele, gesunde und interessante Jahre und bedanken uns für die immer gute Zusammenarbeit. MD Dr. Peter Ziegler, der schon seit 1997 am GSA Landshut (zuletzt als Stellvertreter Dr. Heils) tätig ist, hat die Nachfolge angetreten. Neue Stellvertreterin ist Frau MOR Dr. Herta David. Das GSA Landshut ist zuständig für Hygiene, Infektionsschutz, Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitshilfen, med. Begutachtung und fachliche Beratung in der Heimaufsicht, sowie für Umweltmedizin und –hygiene in Stadt und Landkreis Landshut. Beachten Sie bitte auch die Mitteilung des GSA Landshut in der Anlage. Dr.med.Thomas Senn, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 01.01.2006 in der Praxis Drs. Neulinger-Wittmann/Wittmann Frau Dr.Conradi Imme Selma, seit 15.03.2006 OÄ Klinik für Onkologie und Hämatologie am Klinikum

Mitarbeit/Praxisbeteiligung für Allgemeinarzt/ärztin mit NHV, Homöopathie oder ärztliche/n Psychotherapeuten/in (tiefenpsychologisch ausgerichtet) Auskunft: Dr. med. Gertrud Wolter Kirchgasse 17 - 84137 Vilsbiburg Tel. 08741/967666

Ärzteproteste: Tausende Ärztinnen u. Ärzte aus Praxis u. Klinik haben im letzten Vierteljahr gegen die Sparpolitik der Bundesregierung protestiert, wobei sich der Zorn v.a. gegen die unzulängliche Finanzierung in ambulanter und stationärer Versorgung, die immer stärker werdende Rationierung von Medikamenten und die Bürokratieflut in Praxen und KKH richtete. Die BLÄK mit ihren 65000 Mitgliedern wertet die Proteste als großen Erfolg, da sie die Geschlossenheit der Ärztinnen und Ärzte zeigen, die Unabhängigkeit der Patientenversorgung gegen eine kostenfixierte Politik zu verteidigen. Das geplante Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) und die darin festgelegte Bonus-Malus-Regelung wird das Arzt-Patienten-Verhältnis massiv belasten. Oberste Priorität haben dann nicht mehr Gesundheit, Heilung oder Schmerzfreiheit der Patienten, sondern schlicht das Geld. Das deutsche Gesundheitswesen entwickelt sich damit immer mehr zu einem System der staatlichen Mangelverwaltung auf Kosten der Gesundheit der Patienten und der "Leistungserbringer" in ambulanter und stationärer Versorgung.

Die Bundesregierung räumt den rund 70000 Kassen-Einzelpraxen keine hohen Überlebenschancen ein. Franz Knieps, Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium meint, dass es auch in Zukunft noch Einzelpraxen geben wird, doch die Zukunft gehöre den Gemeinschaftspraxen, Medizinischen Versorgungszentren und Ärztenetzen. Auch die Krankenhäuser werden sich seiner Ansicht nach stärker in der ambulanten Versorgung engagieren. Die Politik müsse nur noch die Voraussetzungen schaffen, dass KKH und niedergelassene Ärzte unter gleichen Rahmenbedingungen arbeiten. Die Medizin des 21 Jahrhunderts könne nicht in den Organisationsformen des 19 Jahrhunderts praktiziert werden.

Na denn – FROHE OSTERN,


Werner Resch
FA-Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut