1. Quartalsbrief 2007, Januar-März Sonntag, den 15.4.2007, 12:35

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

"Tempus fugit" Kaum ist Weihnachten vorbei, schon steht das Osterfest vor der Tür. Durch den überaus milden Winter erschien uns das letzte Vierteljahr wohl so kurz wie nie zuvor... Einige Informationen für Sie:

Ein Kollege hat Anzeige erstattet gegen unsere Frau Gesundheitminister wegen Beleidigung in Sachen "Geiselnehmer an kranken Patienten und Lösegelderpresser". Antwort der Staatsanwältin Lemke in Berlin (Az 78 Js 16/07): "was Frau Schmidt gesagt hat, ist freie Meinungsäußerung, auf die Frau oder Herr Müller, Meier,Hinz und Kunz und eben auch Frau Ministerin Schmidt ein Anrecht haben... Und schließlich sei das eine seit Jahren politisch kontroverse Diskussion... das kann so passieren". Beleidigen Sie mal einen Staatsanwalt oder Richter! Aber dann!

ÄKV-Fortbildungen, die bisher gelaufenen FoBis im Jahr 2007 wurden wieder sehr gut angenommen und waren durchwegs gut besucht. Immer wieder bekommen wir von den auswärtigen Referenten Lob für die gute Organisation und Ihre rege Beteiligung an Diskussionen. Ich hoffe, das bleibt so. Oft hören wir von Kollegen, dass sie keine Einladung zu den FoBis mehr erhalten. Diese haben offensichtlich unsere Umfrage von 2003 nicht zur Kenntnis genommen, in der wir Sie aufforderten, uns mitzuteilen ob und auf welchem Wege (Post, Fax, E-Mail) Sie eingeladen werden möchten. Wenn Sie also keine Einladungen erhalten, dies aber möchten, teilen Sie uns dies bitte umgehend mit. Informationen zu Veranstaltungen und FoBis finden Sie auf der Homepage des ÄKV Landshut unter www.aekv-landshut.de. Bringen Sie bitte zukünftig zu allen Fortbildungsveranstaltungen einen Ihrer Barcode-Aufkleber mit. Sie erhalten Ihre Fortbildungspunkte nur noch kurzfristig in Papierform.

BMW Werksbesichtigung – die Veranstaltung war durch den einzigen Schneesturm im Winter 2006/2007 von der Teilnehmerzahl etwas beeinträchtigt. Alle waren aber vom Dargebotenen sichtlich sehr angetan, sodass wir eine Wiederholung der FoBi "Betriebsmedizinische Aspekte im BMW Dingolfing" im Herbst des Jahres (dann hoffentlich ohne Sturm) planen.

Zahl der Woche: die Ihnen allen aus der Fernsehwerbung bekannte, 2 mal im Monat erscheinende "Apothekenrundschau" (im Fachjargon von Journalisten auch als "Rentner-Bravo" bezeichnet) hat nur eine Auflage von 7.5 Millionen Stück, wird aber von nahezu 19 Millionen Lesern "verschlungen".

Zeckengefahr: Aufgrund des milden Winters ist in diesem Frühjahr mit früher einsetzender Aktivität der Zecken zu rechnen. Das zunehmend wärmere Klima in unseren Breiten wird vermutlich auch die Vermehrung der Zecken weiter begünstigen. So ist mit einer steigenden Verbreitung der FSME zu rechnen. Nach wie vor besteht ein zu geringer Impfschutz gegen diese Form der Hirnhautentzündung. Zum Saisonstart empfiehlt sich also die Überprüfung des Impfschutzes.

Laienfortbildung (Zusammenarbeit mit AOK): Nächster Vortrag am DO 10.05.2007 19:00 Uhr: "Rückenschmerzen in den Griff bekommen - Ursachen, Risikofaktoren, Vorbeugung und Behandlung". Referent: Dr. med. Klaus Pfanzelt, Orthopäde in Landshut. Bitte weisen Sie Ihre Patienten auf die Vortragsreihe hin.

VändG: (Vertragsarztänderungsgesetz) in Kraft seit 01.01.2007, dadurch Lösung von den organisatorischen Fesseln der bisherigen Versorgungsformen. Kompliziert und doch wieder nicht.

WSG: Wettbewerbsstärkungsgesetz tritt, kein Aprilscherz, zum 01.04.2007 in Kraft.

Rezept für Eigenbedarf: lt. Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung, §4 Abs. 2 müssen Ärztinnen und Ärzte kein Rezept mehr ausstellen, um in Apotheken verschreib-ungspflichtige Medikamente zu erhalten. Die Vorlage des Arztausweises reicht dazu wieder aus (hoffentlich haben Sie einen solchen ?!?). Die geänderte Verordnung erlaubt den Ärzten darüber hinaus auch wieder, Apotheker telefonisch über eine Verschreibung und deren Inhalt zu informieren, falls die Anwendung eines verschreibungspflichtigen Medikamentes keinen Aufschub duldet. Der Apotheker ist allerdings verpflichtet, sich über die Identität des Arztes Gewissheit zu verschaffen. Außerdem muss der Arzt dem Apotheker die Verschreibung in schriftlicher oder elektronischer Form unverzüglich nachreichen (§4 Abs. 1).

Veränderungen im Kreisverband: ab 01.01.2007 ist Frau Dr. Annegret Rieck in GP mit Herrn Dr. Paintner in Bruckberg tätig. Zum 31.12. 06 schied Frau Karin Nauhauser aus der GP mit Herrn Dr. Stephan Schatt in Buch am Erlbach aus und Herr Dr. Pausinger beendete seine Tätigkeit in der GP Drs. Grünewald. Herr Dr. Hubertus Enzler, CA der Medizinischen Abteilung am KKH Vilsbiburg schied zum 01.02.2007 aus dem aktiven Dienst, sein Nachfolger, Herr PD Dr. Christian Pehl ist bereits in Amt und Würden. Herr Dr. Eugen Jaumann, CA der Abteilung für Anästhesie am KKH Landshut Achdorf und Herr Prof. Dr. Hubert Elser, CA der Gynäkologischen Abteilung am KKH Landshut Achdorf werden am 31.03.2007 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Ihre Nachfolger Herr PD Dr. Martin Anetseder (Gynäkologie) und Herr PD Dr. Thorsten Fischer (Anästhesie) werden zum 01.04.2007 ihre Tätigkeit am KKH Landshut Achdorf aufnehmen. Wir wünschen allen, die Ihre Tätigkeit jetzt beenden, einen gesunden, tatkräftigen „Unruhestand“ und den "Neulingen" einen guten Start, viel Freude, Erfolg bei der Arbeit und dabei ein glückliches "medizinisches Händchen".

Mitgliederversammlung: gleichzeitig mit diesem QB erhalten Sie die Einladung zur jährlichen MGV des ÄKV Landshut. Ich möchte Sie dazu besonders auf TOP 8 hinweisen, über den die MGV abstimmen soll. Es gibt in Bayern insgesamt 63 Kreisverbände, wovon bereits 18 ihre Beiträge einkünftebezogen erheben und über die BLÄK einziehen. Die Vorstandschaft des ÄKV Landshut ist einstimmig der Meinung, dass diese Art der Beitragserhebung gerechter ist, als die bisherige, nach Tätigkeit gestaffelte Beitragsordnung. Keine Angst, dahinter steckt weder eine offene, noch eine versteckte Beitragserhöhung. Die gesamte Summe der für den ÄKV zu entrichtenden Beiträge bleibt gleich, geändert wird nur der Verteilungsschlüssel. Es ist tätsächlich so, dass viele Mitglieder im Vergleich zu ihrem Einkommen bisher zuviel Beitrag zahlen, viele aber auch im Verhältnis zu ihren Einkünften aus ärztlicher Tätigkeit (nur diese sind die Grundlage zur Beitragsbemessung) zu wenig. Die Beiträge zur BLÄK werden ja bereits einkünftebezogen berechnet, so dass es keiner neuen steuerlichen Erkärung bedarf. Den dann tatsächlich geleisteten Beitrag zum ÄKV erfährt der ÄKV nicht, so dass keine prozentuale Rückrechnung auf das zu versteuernde Einkommen des/der einzelnen Arztes/Ärztin möglich ist. Der angepeilte Beitrag zum ÄKV LA ist abhängig vom Haushalt des ÄKV LA und wird sich in der Größenordnung 0,085 bis 0,09 % bewegen. Falls der Beschluß in der MGV gefasst wird, könnte die neue Beitragsordnung am 01.01.2008 in Kraft treten.

"Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert." Der Leopard – Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Ich wünsche Ihnen frohe Osterfeiertage und hoffe, sie in der MGV persönlich begrüßen zu können. In diesem Sinne - Ihr Dr.med. Werner Resch – 1. Vorsitzender ÄKV Landshut