2. Quartalsbrief 2005, April-Juni Freitag, den 01.07.2005, 18:00

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

EBM 2000 plus: Nur noch wenige Tage! Der Countdown für die seit 01.April 2005 gültige, neue Gebührenordnung der niedergelassenen Kollegen unter uns läuft. Dann wird sich zeigen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, welche Fachgruppe sich freuen und welche dem alten EBM hinterher trauern wird. Soviel lässt sich sicher schon jetzt sagen: zufrieden mit dem neuen System ist keiner!

"LaHo"Fieber: es ist nicht die Hühnergrippe, die uns in den nächsten Wochen bedroht, wie uns das Gesundheitsamt und die Landshuter Zeitung Anfang des Monats wissen ließ. Ein anderes, noch nicht identifiziertes Virus ist es, das die Landshuter Bürgerinnen und Bürger, vom Säugling bis zum Greis, von der ÄKV Sekretärin bis zum Krankenhaus-Chefarzt im regelmäßigen Turnus von 4 Jahren befällt. Nach nur kurzer Inkubationszeit beginnen die bereits äußerlich an einer lang gewachsenen Haarmähne erkennbaren Schwerkranken sich nun bei größter Sommerhitze in schwere, wallende, pelzbesäumte Gewänder zu kleiden, eigentümliche Kopfbedeckungen aufzusetzen, gewappnet mit Schwertern, Dolchen und ähnlichen Hieb- und Stichwaffen, versehen mit riesigen kupfernen Trinkbehältern, alleine oder in Gruppen, mit mehr oder minder sturem Blick durch die Altstadt zu eilen und alle Bekannten und mehr noch die Unbekannten mit einem kräftigen "Hallooo" aus den geschundenen Kehlen zu grüßen. Das leichter erkrankte Volk sitzt derweilen teils bewundernd-staunend, teils grün vor Neid, teils mitleidig auf den im Wohnzimmer der Stadt aufgestellten Tribünen, isst und trinkt und fühlt sich pudelwohl. Knapp 3 Wochen dauert der Spuk und verschwindet ohne Therapiemaßnahmen von selbst. Erste Anzeichen des Abflauens der Epidemie sind lange Wartezeiten auf Friseurtermine…Kolleginnen und Kollegen, die gegen das "LaHo“Virus" immun sind, sprechen dagegen respektlos und bar jeglichen Landshuter Geschichtsbewusstseins vom "Strumpfhosenfasching".

Impfungen: Haben Sie auch den Unsinn gelesen, den eine Heilpraktikerin namens Barbara Reithmayer in ihrer Rubrik "Spiritualität im Alltag" über Impfungen im LA Wochenblatt vom 15.06.05 geschrieben hat. Das sind eben negative Auswirkungen der Pressefreiheit. Jeder selbsternannte Guru kann öffentlich Dinge behaupten, die aller Logik und jeden wissenschaftlichem Nachweis entbehren und es findet sich ein Käseblatt, das diesen Quatsch auch noch abdruckt. Ein großes Lob den Kollegen Marquardt, die prompt und souverän geantwortet und die Angelegenheit in ein klares Licht gestellt haben. Eigentlich hätte jeder impfende Kinder- und Hausarzt einen Aufschrei der Entrüstung an das Wochenblatt loslassen müssen. Oder lesen Ärzte das Intelligenzblatt etwa nicht?

FoBi: am 06.07.2005 um 19.30 Uhr Speisesaal KKH Achdorf – Prof. Siemon über Diagnostik und Therapie der Lungen Tbc.

Fachbuch für Arzthelferinnen: Dr.Stollmaier/Dr. Feuchte – Die Arzthelferin – Fachwissen, vom Verlag Handwerk und Technik Hamburg, ein meines Erachtens ausgezeichnetes Buch, das jede ausbildende Arztpraxis haben sollte. Preis 28,00 Eur.

Freie Praxisflächen: im "Zentrum für Medizin und Gesundheit" Industriestraße 11 – 84030 Ergolding 200 qm im Obergeschoss und ca. 800 qm im Erdgeschoss zur individuellen Gestaltung. Rückfragen: Dipl. Betriebswirt (FH) Christian Brucks 0871/9454148

Berichte: über die Mitgliederversammlung vom 20.04.05, über die Lesung von Dr. Beischl im Kleinen Theater zum 60. jährigen Kriegsende und über alle monatlichen Fortbildungen finden Sie auf der Homepage des ÄKV Landshut: www.aekv-landshut.de unter Neuigkeiten-Berichte oder Presse und Photos.

Bereitschaftsdienstpraxis in LA: zu diesem Thema hat der ÄKV LA ein Hearing mit allen Beteiligten veranstaltet. Beide Krankenhausverwaltungen und die anwesenden Chefärzte erklärten sich spontan bereit, kostenlos einen Raum für den Bereitschaftsdienstarzt bereitzustellen, der mit dem Notwendigen für eine Praxis ausgestattet werden soll (Schreibtisch, Stühle, Liege, RR Gerät etc.). Es soll ein wöchentlicher Ortswechsel der Bereitschaftsdienstpraxis zwischen den beiden Kliniken stattfinden. Der niedergelassene Bereitschaftsarzt sitzt Mo/Di/Mi/Do/Fr in der Zeit von 19.00 Uhr bis 22.30 (23.00 Uhr?) ohne Helferin und Sa/So von 10.00 bis 16.00 (18.00 Uhr ?) mit Helferin in diesen Räumen im Krankenhaus. Ihm steht zur Versorgung der Patienten das gesamte Instrumentarium der Klinik zur Verfügung. Wenn sich alle niedergelassenen Ärzte in LA daran beteiligen, also alle Haus- und Fachärzte, hat man etwa 3-4 mal im Jahr Bereitschaftsdienst. Die KVB NdB ist ebenfalls interessiert und hat ihr Einverständnis signalisiert. Vorteil: mehr Freizeit für den Einzelnen, beste Patientenversorgung, Ausnützung von Ressourcen der Kliniken, Abhalten von Selbsteinweisungen usw. Geregelt müsste nur noch der Fahrdienst werden, der dann die restliche Nacht eventuell nur von einem einzigen oder zwei Kollegen bewerkstelligt werden könnte. Die einhellige Meinung war positiv, wir wollen einen Feldversuch, vielleicht schon ab Oktober 2005 starten.

Wegweiser für Angehörige Demenzkranker: der Landshuter Gesprächskreis Seniorenarbeit, hat einen Wegweiser für Angehörige Demenzkranker für die Stadt und den Landkreis Landshut erarbeitet. Dieser fasst das gesamte Angebot medizinischer, pflegerischer und sozialer Behandlungs- und Beratungsangebote stationärer, ambulanter oder ehrenamtlicher Einrichtungen und Träger zusammen. Außerdem finden Sie aktuelle Tipps zu Beratungsbroschüren, nützliche Internetadressen u.v.m. Wenn Sie mehrere dieser Broschüren benötigen, können Sie kostenlos beim Landshuter Netzwerk, 84032 Landshut, Bahnhofsplatz 1 a, abholen oder sich in einem von Ihnen frankierten Umschlag zusenden lassen. Dr. med. Klaus – E. Timmer SCHLOSSKLINIK ROTTENBURG-Schlossstr.1 - 84056 Rottenburg

Diabetesschulung: die Diabetologische Schwerpunktpraxis Dr Ausmann bietet für Kollegen, die selbst keine Diabetesschulungen durchführen, auf Überweisungsschein folgende Schulungen an: Diabetes 1 / Diabetes 2 mit Insulin / Diabetes 2 ohne Insulin / Schwangerschaftsdiabetes /Diabetes 1 Hypertonie. Die Schulungen finden in den Schulungsräumen in Furth oder auf Wunsch in der Praxis der Kollegen statt. Rückfragen oder Terminvereinbarung über 08704 /1050

Berufschulförderverein: Unterstützen Sie den Berufschulförderverein durch Ihre Mitgliedschaft (15,00 Eur / Jahr). Broschüre über den Sinn und Zweck des Vereins folgt.

Verbleibt mir nur noch, Ihnen einen guten Start ins 3. Quartal 2005 und wenn Sie in der glücklichen Lage sind, Urlaub machen zu können, Ihnen schöne Ferien und gute Erholung zu wünschen.

Mit besten kollegialen Grüßen Ihr


Werner Resch
FA-Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut