2. Quartalsbrief 2006, April-Juni Sonntag, den 24.6.2006, 19:39

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

Heute ist der Johannistag. Ein besonderer Tag, denn er ist der längste Tag des Jahres und zeigt uns, dass vom Jahr schon wieder die Hälfte vorbei ist. Tempus fugit….Das Wetter, die Sonne und die Fußballer der Republik meinen es derzeit ja besonders gut mit uns. Einige Informationen für Sie:

Fortbildungsveranstaltungen ÄKV LA 2006 - Bernlochner Stadtsäle LA – 19.30 Uhr:
19.07.06 - ADS im Kindheits - und Erwachsenenalter - CA Dr. von Aster, BKK Landshut
20.09.06 - Supportive Betreuung von Patienten mit Tumorerkrankungen - Frau B. Kempf
18.10.06 - Aktuelles aus der Hepatologie - Frau PD Dr. Cornelia Gelbmann
15.11.06 - Therapie und Diagnostik von Schlafstörungen - Dr. Zimmermann/Dr.Geisler
13.12.06 - Diagnostik und Therapie der Obstipation - Prof. Dr. J. Schölmerich
Bringen Sie bitte zukünftig zu allen Fortbildungsveranstaltungen Ihre Fortbildungsausweiskarte oder besser einen Barcode-Aufkleber mit. Sie erhalten übergangsweise Ihre Fortbildungspunkte auch noch in Papierform.

Die FoBi – Termine für 2007 stehen ebenfalls schon fest: 17.01./14.02./14.03./18.04./09.05./20.06. 18.07./19.09./17.10./14.11. und 12.12.2007

Veränderungen im Kreisverband: Seit 01.10.2005 bereits ist Frau Dr. med. Mica Fuchs-Endo in Gemeinschaftspraxis mit Dr. med. univ. Bogner als Allgemeinärztin tätig. Dr. med. Tadeusz Zagorowski, Frauenarzt in VIB beendet zum 30.06.06 seine Tätigkeit. Die Praxis wird weitergeführt von Frau Elvira Wasner, Frauenärztin in VIB. Zum 01.09.06 wird sich Dr. Wolff Burkhard, FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie in Landshut niederlassen. Herr Andreas Konermann, Allgemeinarzt, hat seine Praxis nach in den Landkreis LA, nach Tiefenbach verlegt, seine Gattin, Frau Lima Jafari-Konermann bleibt als hausärztliche Internistin in Landshut tätig. Herr Dr.med. Mohammad Dost, prakt. Arzt, hat seine Praxis von Adlkofen nach Landshut verlegt. Zum 30.06.06 endet die Ermächtigung von Herrn Prof. Dr. med. Rolf-Dieter Filler für die Unfallchirurgie im Klinikum Landshut

Günstig abzugeben: Gut erhaltenes Ergometer Hellige EC 1200 für 200 Eur und EKG Papier Hellige Cardio Smart 210*295mm 150 sheets neu 50 Eur statt 75 Eur. Praxis Dr. med. Harald Fauser T 08765/920007

Da ich als "Nicht-Delegierter" nicht am "Deutschen Ärztetag in Magdeburg 2006" teilnehmen konnte, habe ich Frau Kollegin Dr. med. Maria Fick gebeten uns, über ihre persönlichen Eindrücke dort zu berichten:

Magdeburg – Impressionen am Rande eines Ärztetages
Herr von Guericke zeigte uns mit seinem Vakuum-Halbkugelversuch, dass gleiche Partner auf zwei Seiten eine vakuumierte Kugel mit jeweils 8 Pferden auf jeder Seite nicht auseinander ziehen können. Es herrscht sozusagen ein Gleichgewicht. So könnte es eigentlich auch zwischen den verschiedenen Ärztefraktionen bzw. Fachrichtungen sein – jedoch unsere Uneinigkeit lässt uns als Ärzte seit vielen Jahren zunehmend angreifbar sein. Die Reise als Delegierte Niederbayerns zum 109. Deutschen Ärztetag nach Magdeburg hat sich gelohnt, auch wenn ich meine Praxis für diese Woche schließen musste. Zunächst ist es jedes Mal eine Entdeckungsreise in die neuen Bundesländer zu fahren. Gerade hierher nach Magdeburg, das im 2. Weltkrieg so schwer getroffen wurde und nun nach der Bundesgartenschau mit dem verbliebenen Elbauenpark wieder einige Idyllen bieten kann. Die Wissenschaften sind dabei sich in dieser Stadt Kaiser Ottos I, also der Ottonen, eine neue Heimat zu schaffen. Einige verbliebene Kirchen sind Zeugen bewegter Zeiten um Martin Luther, den Dreißigjährigen Krieg und zuletzt im vom Glauben getragenen Protest gegen das "überlebte Regime" der DDR. Die Nähe von Halle, Quedlinburg, Eisleben; Halberstadt, Dessau und Wörlitz würden schon verlocken eine "trockene" Sitzung über die Finanzen der Bundesärztekammer zu schwänzen. Aber wir sind ja hier, um über das weitere Wohl und Wehe unserer Ärztlichen Welt zu beraten, zu bestimmen und zu beschließen und eventuell am Abend zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Bundesländern ein Gläschen Wein von der Unstrut zu kosten und wichtige noch strittige Fragen der Berufsordnung oder der Weiterbildungsordnung zu diskutieren. Zu spät darf es aber nicht werden, da die Sitzung am nächsten Tag bereits um 9 Uhr beginnt und der Weg von unserem preislich günstigeren Hotel etwa eine halbe Stunde dauert bis zur Tagungshalle (Bördelandhalle). Anträge müssen noch in der Nacht oder beim Frühstück fertig verfasst werden, unterstützende Kollegen gesucht werden und zum Umdruck gebracht werden. Eine Stunde Mittagspause zum Füße vertreten und eine Kleinigkeit verschlingen ist wohltuend, wenn es dann mit frischem Mut bis 18 Uhr weitergeht. Anschließend treffen sich meist noch die "Ärztinnen", die Hausärzte, die Marburger Bündler, die Hartmannbündler, die NAV`ler und wie sie alle heißen. Wir erlebten eine hochkarätige Eröffnungsfeier mit Frau Ministerin Schmidt und allen, die dazugehören mit viel interessanter Musik von Telemann(einem Sohn der Stadt), Kurt Weill und Händel. Hier vor der Magdeburger Stadthalle war auch ein guter Platz für eine ausgiebige Protestdemonstration der vor allem jungen Ärzte gegen die derzeitige Gesundheitspolitik von Ulla Schmidt und die besondere Situation an den Krankenhäusern der Republik. Um so schneller löste sich nach der letzten Abstimmung über den nächsten Tagungsort des Deutschen Ärztetags die Versammlung auf. Die meisten Delegierten strebten nach fast einer Woche hier dem wohlverdienten Wochenende entgegen, wir besuchten auf dem Weg nach Süden noch Händel´s Geburtsstadt Halle, Halberstadt und Quedlinburg, das Rothenburg o.T. des Ostens. Ich dachte die Ergebnisse dieses DÄT 2006 in Magdeburg können Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen im deutschen und bayerischen Ärzteblatt nachlesen, nicht aber die persönlichen Eindrücke. Für mich war es wohl der letzte Deutsche Ärztetag, an dem ich als Delegierte teilnahm, d. h. ich wird mich nach 2007 aus der Berufspolitik zurückziehen und den Platz für jüngere Semester freimachen. Dazu wünsche ich jedem, der nachfolgt gute Ideen und dafür gutes Durchsetzungsvermögen.

Dr. med. Maria E. Fick

Streik ohne Ende: Der Vorsitzende des Kreisverbands Landshut Stadt und Land des Marburger Bunds schreibt an den ÄKV Landshut: Im Juli 2006 und den folgenden Monaten wird es nach aller Wahrscheinlichkeit im Bereich der Kommunalen Krankenhäuser zu Streikmaßnahmen kommen. Seit über einem halben Jahr bemüht sich der Marburger Bund mit dem Kommunalen Arbeitgeber Verband (KAV) einen arztspezifischen Tarifvertrag zu vereinbaren. Fünf Verhandlungsrunden waren bisher ohne greifbares Ergebnis geblieben. Die große Tarifkommission hat deshalb die Gespräche abgebrochen und die Verhandlungen als ergebnislos bezeichnet. Jetzt fand die Urabstimmung unter den MB Mitgliedern der angestellten Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern statt, wobei 97,1 5 für Arbeitsniederlegungen waren. 55 000 von den ca. 75 000 angestellten Ärzten sind im MB organisiert, im Bereich des ÄKV LA derzeit ca. 270 Ärzte. Das Klinikum LA ist wegen eines bestehenden Haustarifvertrages derzeit rechtlich gehindert, aktiv an den geplanten Streikmaßnahmen teilzunehmen. Das KH Landshut-Achdorf und das BKK Landshut werden in Absprache mit der Streikleitung des Landesverbandes Bayern des MB Streikmaßnahmen durchführen. Dabei ist gewährleistet, dass eine Akut- und Notversorgung ungehindert und jederzeit stattfindet. Je nach Eskalationsgrad der geplanten Streikmaßnahmen wird es dann doch zu erheblichen Einschränkung der sonstigen Versorgung kommen können. Wir bedauern als aktive Kliniker und patientenorientierte Mediziner diese Entwicklung außerordentlich. Wir appellieren an die Kommunalen Arbeitgeber unverzüglich ein vernünftiges Tarifangebot schriftlich vorzulegen, womit der drohende Streik noch abgewendet werden könnte. Wir werden den Kreisverband weiter informieren. Mit kollegialen Grüßen - Dr. med. Karl Graf - MB-Kreisverbandsvorsitzender Landshut

Na denn - ich wünsche Ihnen einen heißen Sommer und eventuell einen schönen Urlaub

Mit besten kollegialen Grüßen Ihr


Werner Resch
FA-Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut