2. Quartalsbrief 2008, April-Juni Samstag, den 5.7.2006, 12:30

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

den Quartalsbrief des 2. Quartals 2008 schreibe ich Ihnen heute an der Sommersonnenwende: dem längsten Tag und der kürzesten Nacht, früher ein bedeutender Tag im Jahresablauf. Es gab viele Feiern zu diesem Anlass und ich erinnere mich noch an meine Jugendzeit, als wir mit Begeiterung über die herabgebrannten Sonnwendfeuer gesprungen sind… Einige Informationen für Sie:

Fortbildungen des ÄKV 2008 in den Bernlochner Stadtsälen:
16.07.2008, 19:30 Moderne Aspekte der medikamentösen und Ernährungstherapie des metabolischen Syndroms, Prof. Dr. med. Schusziarra – Klinikum re.d.Isar München. Im August 2008 findet keine Fortbildung statt (Sommerpause). 24.09.2008, 19:30 Aktuelle Aspekte in der Therapie des Mamma Karzinoms Dr. med. Ingo Bauerfeind - CA Frauenklinik am Klinikum Landshut

Laienfortbildung (Zusammenarbeit mit AOK) in den Räumen der AOK Landshut:
Die Serie erfreut sich mittlerweile regen Zuspruchs und wird im Herbst fortgesetzt. Termine: 18. 09. 2008, 19.00 Uhr - Frau Dr. med. Friederike Soldo, Kinder- und Jugendpsychiatrie und – psychotherapie: Depression bei Kindern und Jugendlichen - Symptome frühzeitig erkennen - Ursachen, Auslöser, Therapie - 9. 10. 2008, 19.00 Uhr - Dr. med. Hans Müller, Orthopäde: Arthrose – Die Gelenke altern mit -Symptome, Entstehung, Vorbeugung, Diagnostik und Therapie - 6. 11. 2008, 19.00 Uhr - Dr. med. Johann Anderl, Frauenarzt: Krebserkrankungen bei Frauen - Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen Risikofaktoren, Symptome, Früherkennung, Therapie, Prävention Bitte weisen Sie Ihre Patienten auf die Vortragsreihe hin.

Mitgliedervollversammlung des Ärztlichen Kreisverbandes 2008 mit Neuwahlen.
Die Versammlung hat mittlerweile vor einer erfreulich großen Kulisse stattgefunden. Die Ergebnisse der Neuwahlen wurden Ihnen persönlich mitgeteilt. Jeder Neuanfang ist auch ein Dank: Die Vorstandschaft bedankt sich bei allen Mitgliedern für ihre rege Teilnahme an der Mitgliedsversammlung und das in sie gesetzte Vertrauen, bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit und bei den neu gewählten Mitgliedern in der Vorstandschaft für die Bereitschaft der Übernahme eines Amtes im ÄKV LA.

Veränderungen im Kreisverband Landshut:
Praxisübernahmen: Herrn Peter Otto FA Allgemeinmedizin übernimmt zum 01.07.2008 die Praxis von Dr. med. Walter Hienstorfer, Tiefenbach - Frau Alla Drewitz FÄ Allgemeinmedizin, übernimmt die Praxis von Frau Dr. med. Maria Fick in der Neustadt in Landshut am 1.7.2008 - Dr. med. Tilmann Resch und Dr. med. Alexander Schweiger gründen zum 01.07.2008 in Landshut, Dreifaltigkeitsplatz eine orthopädische Gemeinschaftspraxis.
Praxisverlegungen: Praxis Dr. med. Karl Erbes, Orthopäde, Auflösung der PG mit Dr. med. Tilmann Resch, ab 01.07.08 Fischergasse 666 Landshut. Die Zweigstelle der Radiologie Mühleninsel in Ergolding wird zum 30.06.2008 aufgelöst und zur Mühleninsel verlegt. Die Ärzte PD Dr. Andreas Lienemann und Dr. Alexander Wolf sind ab 01.07.2008 in der Praxis Mühleninsel tätig.
GP Gründung: Dr. med. Jens Lörsch, Allgemeinarzt mit GP Dres. med. Uwe Schubart, Allgemeinarzt und Gertraud Lückhoff, Hausarzt-Internistin in Vilsheim.
Praxisbeendigung: Frau Agnes Lakos , Allgemeinärztin in der GP Dres. Peter und Josef Ausmann zum 30.06.08
Allen, die Ihre ärztliche Tätigkeit jetzt beenden sollen einen langen Ruhestand bei bester Gesundheit geniessen, allen Neuanfängern wünschen wir trotz aller momentan widrigen Umständen ein zufriedenes Arbeiten in ihrer neuen ärztlichen Tätigkeit.

Neues vom ÄBV NdB:
Auch die Bezirksversammlung des Ärztlichen Bezirksverbandes Niederbayern hat am 13. März 2008 die Vorsitzenden neu gewählt: 1.Vorsitzender: Dr. med. Helmut Müller, rologe in Deggendorf, 2. Vorsitzender Dr. med. Gerald Quitterer , Allgemeinarzt in Eggenfelden. Frau Dr. med. Maria Fick, Allgemeinärztin in Landshut wurde in einer kleinen Feierstunde zusammen mit dem 17 Jahre als Kreisvorsitzenden in Straubing tätigen Urologen Dr. med. Wolfgang Bomfleur geehrt. "Eine moderne, zukunftsfähige solidarische Gesellschaft braucht die Phantasie, Kreativität und Kompetenz der Frauen" zitierte Dr.Müller eingangs einen Ausspruch von Bundespräsident Köhler. Bester Beweis sei Frau Dr. Fick. Sie habe sich Zeit ihres Berufslebens in vielen Ämtern für Belange der Ärzteschaft engagiert . Die Chancengleichheit von Frauen und Männern sei ihr ebenso ein Anliegen gewesen wie die Ethik in der Medizin, weshalb sie vom Deutschen Ärztinnenbund die Auszeichnung "mutige Löwin" erhielt. Kompetenz, Sachverstand, Mut und Aufrichtigkeit hätten sie stets ausgezeichnet… Diesen Ausführungen kann sich der ÄKV Landshut nur anschließen, ein herzliches "Danke" sagen und ihr "ad multos annos" zurufen.

MTK (messtechnische Kontrollen) Aktion:
am 23.07.2008 von 11- 16 Uhr haben Sie die Möglichkeit im Kreisverbandsbüro Landshut Ihre RR Geräte gemäß § 11 MPBetreibV "nacheichen" zu lassen.

Praxis gesucht/gefunden:
(Anfragen bitte an den ÄKV Landshut Tel.: 0871/273525) Nachfolger/in für kleien Allhemeinarztpraxis gesucht. NHV/Homöopathie/Akupunktur wünschenswert, auch für Halbtagstätigkeit geeignet. Raum VIB

REHA-Massnahme für Alkoholkranke:
seit Anfang 2008 bietet die Fachambulanz der Caritas Landshut für Suchtprobleme auch die ambulante REHA Massnahme für Alkoholkranke nach den neuen DRV-Kri-terien an. Kontakt: Dr. Ralf Kunkel, Funktionsoberarzt im BKK Landshut, Tel: 0871/60080 - Fax 6008143

Betriebsstätten- und "lebenslange" Arztnummer (BSNR/LANR):
Waren wir vor Jahren noch Ärzte in Praxis, Klinik oder Amt, sind wir über den Begriff "Leistungserbringer" nun zu einem lebenslangen Betriebsstätten- Mitarbeiter oder – Inhaber mutiert. Wer hat sich diesen bürokratischen Unsinn ausgedacht? Das Vertragsarztänderungsgesetz ist seit 2007 in Kraft und erleichtert ärztliche Betätigungsmöglichkeiten. Die Kehrseite dabei ist die Einführung der neuen Abrechnungsnumerik zum 01.07.2008: jeder an der vertragsärztlichen Versorgung Teilnehmende erhält statt der bisherigen ANR (KV AbrechnungsNr) eine persönliche, lebenslange Arztnummer (LANR), womit z.B. die Erbringung genehmigungspflichtiger Leistungen gekennzeichnet wird, sowie zusätzlich eine Betriebsstättennummer (BSNR), wodurch Leistungen der jeweiligen Artpraxis dem Ort der Leistungserbringung zugeordnet werden können. Diese beiden Nummern sind bei der Abrechnung zu jeder Leistung anzugeben. Damit können die Kven und die Krankenkassen der Abrechnung entnehmen, wer, wo und wann die jeweilige Leistung erbracht hat. Die Einführung dieser Nummern macht die Praxen vollständig transparent und führt sicher zu erheblichen Schwierigkeiten und kostenlos erbrachtem Mehraufwand bei der täglichen Arbeit.

Gesundheitsreform:
Bundeskanzlerin Merkel hat weitere Reformen der Krankenversicherung angekündigt. Der Gesundheitsfond werde, wie geplant, zum Januar 2009 umgesetzt, aber damit "sei das Kapitel Gesundheitsreform noch nicht abgeschlossen, die demographische Entwicklung sei noch nicht bewältigt, denn die immer höhere Lebenserwartung und der medizinische Fortschritt stellten das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Die Diskussion werde die nächsten Jahre noch anhalten" . Da kommt wahrlich Freude auf. Das ist sie also, die hohe Kunst der Politik. Aber trösten wir uns, vielleicht wird alles nicht so schlimm. Wozu diese Regierung fähig (oder besser unfähig) ist, sah man kürzlich beim Streit um den Fingerabdruck im Personalausweis. Der schwarze Innenminister will, dass alle Deutschen ihren Fingerabdruck für den Personalausweis abgeben, die rote Justizministerin findet das gefährlich. Am Ende steht eine groteske Einigung: Jeder darf sich selbst aussuchen, ob er den neuen Superausweis noch sicherer machen will. Kein Kabarettist hätte sich das besser ausdenken können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie schöne Ferien zum Ausspannen.


Werner Resch
FA-Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut