3. Quartalsbrief 2006, Juli-September Donnerstag, den 5.10.2006, 18:30

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

Heute ist der letzte Arbeitstag im September. Wieder ein Quartal um, werden einige niedergelassene Kolleginnen oder Kollegen denken. Für mich ist nach 23 Jahren Praxis das Quartalsende immer noch etwas Besonderes. Irgendwie glaubt man, eine Zäsur zu spüren, aber nach ein paar Tagen geht es dann weiter, als ob nichts gewesen wäre. Geht es Ihnen genauso? Einige Informationen für Sie:

Veranstaltungen und Fortbildungen, die Sie schon in den nächsten Tagen besuchen können:
07.10.2006, 19:30 48. Wohltätigkeitskonzert des NdB Ärzteorchesters mit Werken von Georg Philipp Telemann und Wolfgang Amadeus Mozart - zu Gunsten der Christoffel Blindenmission - Großer Saal Städt. Musikschule Landshut – Niedermayerstraße 59, Landshut
11.10.2006, 18:15 MR—Workshop - Leberspezifische MR-Kontrastmittel, parallele Bildgebung und Ganzkörper MR/MRA - CA PD Dr. Dinkel/ OA Dr. Ernst -Landshut/ Dr. Christian Zech, München -Glasdachhalle Klinikum Landshut Robert-Koch-Str. 1, 84034 Landshut
14.10.2006, 9:00-14:00 Onkologie heute - Prof.Dr.med. Schalhorn, Dr. Zimmermann, Fr. Waibel, Dr. Stieber, Dr. Wypior, Frau b: Kempf, Dr. U.Vehling-Kaiser - Zeughaus Landshut
18.10.06 19.30 Aktuelles aus der Hepatologie - Frau PD Dr. Cornelia Gelbmann – monatliche Fortbildungsveranstaltung des ÄKV LA 2006 - Bernlochner Stadtsäle LA
Informationen über Veranstaltungen und FoBis auch über die Homepage des ÄKV Landshut unter www.aekv-landshut.de. Bringen Sie bitte zukünftig zu allen Fortbildungsveranstaltungen Ihre Fortbildungsausweiskarte oder besser einen Barcode-Aufkleber mit. Sie erhalten übergangsweise Ihre Fortbildungspunkte auch noch in Papierform.

BMW Werkbesichtigung: Für November 2006 planen wir an einem Mittwoch Nachmittag eine Besichtigung des BMW – Werks in Dingolfing. Wenn Sie daran Interesse haben, bekunden Sie uns dieses, indem Sie uns ein Fax mit Ihrem Stempel und dem Stichwort "BMW-Werkbesichtigung" schicken. Wir werden Sie dann über den genauen Zeitpunkt und sonstige Modalitäten unterrichten.

Veränderungen im Kreisverband: zum 01.10.2006 wird Herr Dr. univ. Skopjie Fikret Rovcanin die Praxis des verstorbenen Dr.med. Peter Bockmeier in der Pfarrbrückenstr. 17 84137 Vilsbiburg übernehmen. Frau Gudrun Mendler, Internistin mit Schwerpunkt Angiologie, wird mit mit Herrn Dr. Meesters in der Frontenhausenerstr. 64 in 84137 Vilsbiburg eine Gemeinschaftspraxis bilden. Jürgen Kroll, Allgemeinmediziner, tritt in die Gemeinschaftspraxis Dr. Orth, Dr. Hantke u. Dr. Peter-Gambarte in 84144 Geisenhausen, Klausenweg 4 ein. Herr Dr.med. Ulrich Wuttke, Oberarzt der Med I Klinik am Klinikum Landshut hat nach über 30 Dienstjahren seine Tätigkeit am Krankenhaus beendet. Wir wünschen ihm eine "aktive Seniorenzeit". Chirurgische BG Fälle am Klinikum Landshut werden künftig durch OA Dr. Berbenheuer bearbeitet.

Der Hilfsausschuss der BLÄK tagt am 15.11.2006, berät und beschließt auf Antrag über Weitergewährung monatlicher Beihilfen oder sonstiger Zuwendungen. Der ÄKV La wird eingehende Anträge bis 16.10.2006 bearbeiten und mit einer Stellungnahme an den Ausschuss weiterleiten.

Die nächste Vorstandssitzung des ÄKV Landshut findet am 07.11.2006 in Landshut statt. Falls Sie dazu einen Antrag stellen wollen, Wünsche (z.B. für Fortbildungsthemen für 2007) oder Verbesserungsvorschläge haben oder auch Kritik anbringen wollen, schreiben Sie uns dies bis zum 16.10.2006 an: ÄKV Landshut Isargestade 731 – 84028 Landshut FAX 0871/274973 oder E-mail: aekv-landshut@t-online.de

Informationsveranstaltung der KVB NdB mit dem Haupthema Vertragsarztänderungsgesetz (VändG) am 25.10.2006 um 19.00 Uhr in Zweikirchen Gasthof Hahn. Bereits im Mai hat das Bundeskabinett den Vorschlag des Gesundheitsministeriums für ein Vertragsarztänderungsgesetz gebilligt, so dass dieses nach Zustimmung durch das Parlament am 01.01.2007 in Kraft treten könnte. Damit soll die bereits 2004 vom Deutschen Ärztetag beschlossene Liberalisierung und Flexibilisierung des Berufsrechts in das Vertragsarztrecht umgesetzt werden. Vor allem bei den Kooperationsmöglichkeiten wird es für Ärzte gravierende Neuerungen geben. Stichworte dazu: Wesentlich erweiterte Möglichkeiten bei der Anstellung von Ärzten, Teilzulassungen, Vertragsärztliche Tätigkeit an mehreren Orten (auch außerhalb KV Bereich) oder zusätzliche Arbeit als angestellter Arzt im Krankenhaus, überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften, Medizinische Versorgungszentren und Regelungen zur Abmilderung von regionalen Versorgungsproblemen (Aufhebung der Altersgrenzen).

Weiterbildungsassistent/in (Allgemein/Innere Medizin) zum 01.12.2006 in Voll- oder Teilzeit oder Jobsharing in einer Allgemeinarztpraxis gesucht. Landkreis Landshut, WB Befugnis 18 Monate.

Medizinische Fachangestellte. Seit 01.08.2006 gibt es keine Arzthelferinnen mehr! Nach 20 Jahren gibt es eine überarbeitete, praxisnähere Ausbildungsordnung die mit der jetzt 75 minütigen Prüfung zum neuen Berufsbild der medizinischen Fachangestellten führt. Auch die heutigen Arzthelferinnen bekommen den neuen Namen. Die neuen "MeFas" sollen durch ihre Ausbildung verstärkt eigenständige Aufgaben in den Praxen wahrnehmen können, obwohl es nur eine Ausbildung für alle, und keine spezielle Fachausbildung (z.B.Augenarzt, Hautarzt, Urologe etc. ) gibt. Aufgewertet wurde vor allem die organisatorische Seite, Pflichtthemen der Ausbildung sind: Qualitätsmanagement, Abrechnung, Kommunikation, Patientenorientierung und Prävention. In 2 Ausbildungsblöcken bestimmt der Ausbilder selbst, wann welche Themen behandelt werden. Bestehende Verträge können mit Zustimmung der Auszubildenden auf die neue Ausbildungsordnung umgestellt werden, wird nichts vereinbart, läuft die Ausbildung nach altem Muster weiter.

Praxisführung: Miese Stimmung am Arbeitsplatz ist schlecht für den wirtschaftlichen Erfolg und vergeudet viel kostbare Energie. Arzthelferinnen, Entschuldigung – medizinische Fachangestellte - haben sich geoutet und erzählt, wo meist der Schuh drückt: "Gelobt wird man vom Chef so gut wie nie, mit Kritik jedoch wird nicht gespart. Am peinlichsten ist das im Beisein von Patienten". Ein weiteres, häufiges Problem scheint die allwissende Seniorhelferin zu sein, die Informationen nicht weitergibt, Kolleginnen bei offensichtlichen Fehlern nicht korrigiert und sie ins Skalpell des Chefs laufen lässt. Der Chef kennt das Problem, kann aber nicht auf die Erfahrungen der langjährigen Kraft verzichten. Drei Problemzonen werden immer wieder genannt: Mängel im Delegations-oder Kommunikationsprozess zwischen Chef und Praxisteam (43%), Konflikte im Team selbst (39%) und Schwierigkeiten mit Patienten (18%)

In Ihrer Praxis oder an Ihrem Arbeitsplatz ist das doch sicher ganz anders….. Ich wünsche Ihnen schöne Herbsttage und einen späten Winteranfang

Ihr


Dr.med. Werner Resch
FA-Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut