3. Quartalsbrief 2007, Juli-September Sonntag, den 7.10.2006, 17:36

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

Seit einigen Tagen bemerke ich morgens beim Gang zum Briefkasten, um die Zeitung zu holen, ein kräftiges Rascheln um meine Füße. Es sind die vom unserer Felsenbirne abgeworfenen, bunt gefärbten Blätter, ein untrügliches Zeichen, dass die 3. Jahreszeit, der Herbst, begonnen hat. Ich hoffe, Sie sind alle gesund und munter sowie gut erholt aus dem Urlaub zurückgekommen und denke, Sie stecken bereits wieder über beide Ohren im Alltag. Einige Informationen für Sie:

ÄKV-Fortbildungen, Informationen zu Veranstaltungen und FoBis Ihres ÄKVs, Hinweise auf QZ und sonstige Fortbildungen finden Sie auf unserer Homepage (www.aekv-landshut.de). Bringen Sie künftig bitte zu allen Fortbildungen einen Barcode-Aufkleber mit. Wir können alternativ auch Ihren Fortbildungsausweis, eine scheckkartenähnliche, weiße Karte, die Sie alle von der BLÄK zugeschickt bekommen haben, direkt einlesen.

Nächste Fortbildungen des ÄKV:
24.10.07 19.30 Uhr "Möglichkeiten und Grenzen der plastischen Chirurgie" Praxis Dr. Bubb Landshut,
14.11.07 19:30 Uhr "Transplantationsmedizin: Was ist möglich aus chirurgischer Sicht?" Prof.Dr.med. H.-J. Schlitt Klinik und Poliklinik Chirurgie Regensburg und
12.12.07 19:30 "Apoplektischer Insult" Prof.Dr.med. Jürgen Winkler BKH Regensburg-Neurologische Abteilung (designierter CA Neurologische Klinik LA)

Vorweihnachtlicher musikalischer Hoagarten – am 05.12.2007 in der Hlg. Kreuzkirche am Hans Carossa Gymnasium mit Musik und lustigen, aber auch besinnlichen Adventsgeschichten (Kollege Ludwig Stern und seine Musikantengruppe). Bitte halten Sie sich mit Ihrer Familie den Termin schon mal frei, die spezielle Einladung dazu erfolgt Anfang November 2007.

Laienfortbildung (Zusammenarbeit mit AOK): Nächste Vorträge in den Räumen der AOK Landshut: DO 25.10.2007 19:00 Uhr: "Leberbeschwerden erkennen – vorbeugen - in den Griff bekommen" Prof.Dr.med. Axel Holstege Klinikum LA Med I - DO 08.11.2007 19:00 Uhr: "Osteoporose – erkennen – behandeln –vorbeugen" Prof.(FHAM)Dr.med. Tilman Resch – Orthopäde in Landshut und Frau Evi Wimberger, Dipl.Ökotrophologin AOK. Bitte weisen Sie Ihre Patienten auf die Vortragsreihe und die Termine hin.

Neue Beitragsordnung ab 01.01.2008: Nachdem Sie in der Mitgliederversammlung vom 18.04.2007 mit überwältigender Mehrheit (92,8 % der anwesenden Mitglieder) der Umstellung auf einkünfteabhängigen Jahresbeitrag zugestimmt haben, nachdem die BLÄK dieser Umstellung zugestimmt und die Regierung von NdB sie genehmigt hat, werden wir die neue Fassung der Beitragsordnung vom 08.10. bis 12.10.2007 und vom 15.10. bis 19.10.2007 täglich von 08.00 bis 16.00 Uhr in der Gemeinschaftspraxis Dres. Resch/Richter Ländgasse 137/138 84028 Landshut zur Einsichtnahme durch Mitglieder des ÄKV Landshut auslegen. Die neue Beitragsordnung tritt danach am 01.01.2008 in Kraft.

Vorstandssitzung des ÄKV Landshut: ist für den 20.11.2007 geplant. Wenn Sie ein Anliegen, Fragen, Kritik oder Wünsche und Anregungen an Ihre Vorstandschaft haben, wenden Sie sich bitte per Fax oder E-Mail an uns.

Wahlen: Vom 26.11. bis 07.12.2007 finden Delegiertenwahlen zur BLÄK statt. Es sind 2 Kandidatinnen/en zu wählen. Die Wahlunterlagen erhalten Sie unaufgefordert von der BLÄK. Im März 2008 findet bei der Mitglieder-Vollversammlung des ÄKV die Neuwahl der Vorstandschaft statt. Wenn Sie Interesse an aktiver Mitarbeit in Ihrem Kreisverband haben, melden Sie dies bitte bei uns.

Terminvormerkung: Niederbayerischer Ärzteball in Bad Griesbach am 26.Januar 2008

Stelle für eine(n) Weiterbildungsassistentin(en): ab 01.01.2008. Vollzeit oder Teilzeit wären möglich. Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich. Info bei: Orthopädisch-radiologische Gemeinschaftspraxis Dr. Sagstetter Niedermayerstr. 8, 84028 Landshut Tel. 0871-21001

Interdisziplinäres Gefäßkolloquium Achdorfer Krankenhaus: Am Krankenhaus Landshut-Achdorf findet jeden Mittwoch von 16:00 bis 16:45 Uhr in der Bibliothek ein interdisziplinäres Gefäßkolloquium der Gefäßchirurgischen, Medizinischen und Radiologischen Klinik statt. Alle interessierten Kollegen sind herzlich willkommen! Die Veranstaltung ist von der BLÄK anerkannt.

"Zweites Standbein": Die finanzielle Situation mancher Praxen führt verständlicherweise zur Beschäftigung der Inhaber mit wirtschaftlichen Aktivitäten außerhalb oder zumindest neben der eigentlichen ärztlichen Tätigkeit, ich denke hier vor allem an das Anbieten und den Verkauf von Diätprodukten oder Nahrunsgergänzungsmitteln. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf § 3 der ärztlichen Berufsordnung: "Ärztinnen u. Ärzten ist untersagt im Zusammenhang mit der Ausübung der ärztlichen Tätigkeit Waren und Gegenstände abzugeben oder unter ihrer Mitwirkung abgeben zu lassen...soweit diese nicht notwendiger Bestandteil der ärztlichen Therapie sind" und § 34 Abs. 5 sagt eindeutig: "Es ist nicht gestattet, Patientinnen oder Patienten ohne hinreichenden Grund an bestimmte Apotheken, Geschäfte oder Anbieter zu verweisen". Bitte beachten Sie in eigenem Interesse: Verkauf und Abgabe müssen immer organisatorisch, räumlich und natürlich auch steuerlich von den Praxisräumlichkeiten getrennt sein!

Jetzt wird´s bald ernst: Zeitplan Qualitätsmanagement: Die Richtlinie des G-BA trat am 01.01.2006 in Kraft. 2007 haben die Praxen noch Zeit, sich für ein QM-System zu entscheiden, den IST-Zustand in der Praxis zu erheben und zu dokumentieren und sich in Praxisteam-Workshops Qualitätsziele zu setzen. 2008 und 2009 sollen die Praxen das QM-System einführen und die selbstgesteckten Ziele umsetzen. 2010 sollen sie überprüfen, ob das gewählte QM-System in der Praxis auch funktioniert. Ab 2011 werden die Kven jährlich 2,5 % der Praxen und MVZ überprüfen. Hoffentlich besteht die ärztliche Kunst in dieser Qualitäts-Zukunft nicht nur im Ausfüllen von Fragebögen und Abhaken von Fragen...

Gütesiegel vom Ärzte TÜV: Andreas Köhler, der Chef der KBV hat vorgeschlagen, dass vertrauenswürdige Ärzte das Deutsche Gesundheitssiegel, vergleichbar etwa der TÜV-Plakette bekommen. Dabei bleiben rechtliche Fragen noch offen: Müssen Doktors auch alle 2 Jahre zur Hauptuntersuchung? Liegt ein Bremsversagen vor, wenn das Arzneimittelbudget überzogen ist? Ist etwa die Lenkung defekt, wenn das Wartezimmer ständig überfüllt ist? Die Zwei-Klassenmedizin wird es dann weiterhin geben: die S-Klasse und die Holzklasse...

Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst mit noch viel Sonne in der nicht mehr ganz jugendlichen Jahreszeit weiblichen Geschlechts (ohne das neue Diskriminierungsgesetz konnte man früher auch "Altweibersommer" sagen) und hoffe, Sie in den nächsten 3 Monaten in den ÄKV-Fortbildungsabenden begrüßen zu können.

In diesem Sinne - Ihr


Dr.med. Werner Resch
FA-Internist
1. Vorsitzender des ÄKV Landshut